Es klingt schon sehr abenteuerlich: Obwohl Griechenland in Schulden versinkt, exportieren deutsche und französische Konzerne weiterhin Rüstungsgüter in Milliardenhöhe an den Pleitestaat. Finanziert wird das ganze auch noch durch den sogenannten Rettungsfonds EFSF.

214: Der Prototyp / ThyssenKrupp Marine Systems

Frankreich  möchte zwei, drei oder sogar vier Fregatten im Stückpreis von 300  Millionen Euro nach Athen verkaufen. Die hoch verschuldete griechische  Nation bekommt dafür von der Grande Nation gute Zahlungsbedingungen:  Griechenland darf die vom Radar nur schwer auszumachenden Schiffe  entweder mit einem Rabatt von 100 Millionen Euro innerhalb von fünf  Jahren abstottern. Oder, wenn das Geld nicht zusammenkommt, werden die  Schiffe einfach an die französische Marine zurückgegeben.

Die  deutsche Rüstungsindustrie läuft Sturm gegen den französischen Deal.  Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich könnten dadurch  gestört werden, schreibt der Spiegel. Denn Deutschland möchte auch  Waffen nach Griechenland verkaufen. Die Bild schreibt, es sei  vorgesehen, dass die Griechen ein bestelltes U-Boot des Typs 214 mit dem  Namen „Papanikolis“ von der Kieler HDW Werft übernehmen. Drei weitere  U-Boote vom Typ 214 sollen zusätzlich an Griechenland geliefert werden.  Statt der Modernisierung von alten U-Booten des Typs 209 bekommen die  Griechen zusätzlich zwei 214-U-Boote. Die Kosten betragen 2.85  Milliarden Euro. 80 Prozent hatte Griechenland bereits im Jahr 2000  überwiesen. Gut 500 Millionen stehen noch aus.

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Womit  die Pleite-Griechen diese Fregatten und U-Boote bezahlen wollen ist  unklar. Der Verdacht, der schon von verschiedenen Seiten geäußert wurde,  dass durch die „Rettung“ Griechenlands auch unsere Rüstungskonzerne  profitieren sollen, scheint sich zu bestätigen. Denn Waffenkäufe sind  von den brutalen Sparmaßnahmen der Athener Regierung wie durch ein  Wunder verschont geblieben.

Bereits  im Mai 2010 warf der grüne Europa-Abgeordnete Cohn-Bendit Deutschland  und Frankreich vor, ihre Hilfen für Griechenland an lukrative  Rüstungsaufträge geknüpft zu haben. Griechenland hätte als Gegenleistung  für europäische Hilfskredite „französische Fregatten für 2,5 Milliarden  Euro, Hubschrauber, Flugzeuge und deutsche U-Boote“ kaufen müssen. Die  Verträge wurden demnach noch von Papandreous Vorgänger Kostas Karamanlis  unterzeichnet.

„Es  ist schon unglaublich, wie die Merkels und Sarkozys dieser Welt einen  griechischen Ministerpräsidenten behandeln“, empörte sich Cohn-Bendit.  „Wir geben ihnen Geld, damit sie Waffen kaufen, das ist vollkommen  scheinheilig.“

Quellen: http://www.simablog.eu/2011/10/19/fregatten-panzer-und-und-u-boote-ein-fast-insolventes-land-lukrativ-f%C3%BCr-r%C3%BCstungsexporteure-wie-kann-das-sein/ http://www.defencegreece.com/index.php/2011/10/german-unrest-over-free-french-frigates-delivered-to-greece/ http://www.bild.de/politik/wirtschaft/teuer/deal-mit-kieler-hdw-werft-perfekt-11883902.bild.html http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,792189,00.html http://www.focus.de/politik/ausland/griechenlandhilfe-cohn-bendit-spricht-von-erpressung_aid_505951.html

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