Griechenland ist nur das Vorspiel: Warum es alle westlichen Länder in den Abgrund reißen wird

Quelle:  http://www.propagandafront.de/1101230/griechenland-ist-nur-das-vorspiel-warum-es-alle-westlichen-lander-in-den-abgrund-reisen-wird.html

Griechenland ist erst der Anfang. Was wir gegenwärtig beobachten, ist der  Verfall und Untergang aller westlichen Nationen. Die Griechenland-Krise lässt  die Zerbrechlichkeit der Eurozone wie auch die Unfähigkeit der Berufspolitiker,  die das Währungskonstrukt überhaupt erst geschaffen haben, offen zutage treten.  Die Idioten, die Staatschulden kaufen, bekommen, was sie verdienen: Unbesicherte  Finanzinstrumente, die in Krisenzeiten völlig wertlos sind

Martin  A. Armstrong, Martinarmstrong.org, 15.02.2012

Griechenland wird zurzeit wegen allen möglichen Dingen kritisiert, speziell  wegen seiner anhaltenden Schulden-Orgie. Doch wollen wir fair sein: Hier  schimpft doch ein Esel den anderen Langohr. Seien wir ehrlich. Alle anderen  westlichen Regierungen haben genau dasselbe getan. Griechenland ist lediglich  das Vorspiel für den Verfall und Untergang der westlichen Gesellschaft.

Es geht immer nur um die Politiker und ihre Unfähigkeit auch nur irgendein  Problem auf die Reihe zu bekommen. Am Ende geht es immer nur um ihre  Eigeninteressen, und solange wir unser politisches System nicht reformieren und  allen Politikern eine Wiederwahl verbieten, um uns so vor dem Aufstieg einer  Politikerklasse zu schützen, werden die Politiker immer sagen: „Stimmt für  mich und Ihr bekommt“ X, Y, oder Z.

Sehen wir der Realität ins Auge. Jedes Land – ob nun Deutschland oder die USA – leiht sich fortwährend Geld, ohne zu beabsichtigen, diese Schulden jemals  wieder zurückzuzahlen.

Griechenland hat auch die Dummheit der Politiker offen zutage treten lassen.  Auf dilettantische Art riefen sie den Euro ins Leben, ohne die Altschulden der  Euroländer zu einer einzigen Staatsschuld zu konsolidieren, aus Angst, sie  hätten diese Idee ihren Bürgern damals, 1998, nicht verkaufen können.   Darüber hinaus hat diese irrsinnige Idee enthüllt, dass bereits ein einziges  wirtschaftlich schwaches Land in der Lage ist, die Zerbrechlichkeit des gesamten  Eurozonenkonstrukts offen zutage treten zu lassen.

Natürlich haben es die Wächter der europäischen Einheitswährung unterlassen,  in der Öffentlichkeit über die Möglichkeit zu diskutieren, dass jedes dieser  Eurozonenländer auch aus der Währung austreten könnte. Das unterstreicht aber  nur, dass die Politiker von Anfang an nicht die geringste Ahnung davon hatten,  was sie eigentlich taten. Ohne eine Amtszeitbeschränkung sind Politiker garnicht  dazu fähig, wirtschaftliche Urteile zu fällen.

Mit jedem weiteren Tag, der verstreicht, wird nun offenkundiger, dass  Griechenland und andere schwache Wirtschaften der Eurozone ihre wirtschaftliche  Souveränität dem Eurobeitritt opferten. Es zeigt sich nun, dass der Preis, um in  der Eurozone zu verbleiben, wirtschaftliche Not und Elend sind, die drohen,  einen Bürgerkrieg zu entfachen.

Die Idioten, die Staatschulden kaufen, bekommen, was sie verdienen:  Unbesicherte Finanzinstrumente, die in Krisenzeiten völlig wertlos sind. Aktuell  gibt es eine wachsende Zahl an Rechts- und Finanzexperten, die hinter den  Kulissen darüber sprechen, was passieren würde, sollte Griechenland den Euro  aufgeben.

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder davor gewarnt, dass die politische  Unsicherheit die entscheidende Triebkraft der Kapitalmärkte ist.

Ein Großteil der weltweiten Geldgeschichte konnte von uns nur deshalb  rekonstruiert werden, weil die Menschen ihr Geld aus dem Verkehr zogen und es  vergruben. In 2011 haben die Griechen genau dasselbe getan, weil es schlicht in  der Natur des Menschen liegt, und die ändert sich nun einmal nicht. Die Griechen  zogen in 2011 fast EUR 40 Milliarden aus ihrem Bankensystem ab. Das entspricht  17% des griechischen Bruttosozialprodukts. Alleine zwischen September und  Oktober 2011 wurden atemberaubende EUR 14 Milliarden abgehoben.

 

Jetzt mal im Ernst: Griechenland sollte auf all seine Schulden ganz einfach  die vollständige Zahlungsunfähigkeit erklären und dem Treiben ein Ende bereiten.  Sie sollten die Drachme wieder einführen.

Selbst wenn Griechenland versuchen würde, seine Schulden zu bedienen, wäre  das Land dazu garnicht in der Lage. Und würden die Griechen ihre Schulden in die  Drachme konvertieren, käme es zu einer Abwertung von 60% und sie hätten trotzdem  immer noch damit zu kämpfen, ihrem Schuldendienst nachzukommen.

Es gibt einige, die würden sich in diesem Fall darüber Sorgen machen, dass  eine Hyperinflation einsetzt. Ja, das ist möglich, wenn Griechenland versucht,  die alten Schulden zu bedienen, und die Griechen ihr Geld weiter aus den Banken  abziehen, was den Wirtschaftszusammenbruch weiter beschleunigen würde. Die  größere Gefahr ist jedoch ein Militärputsch oder ein Bürgerkrieg. Irgendwann  muss aber eine Entscheidung getroffen werden: Entweder man rettet die  Gesellschaft oder man bemüht sich um den Schuldendienst.

Griechenland ist lediglich das Vorspiel für den Verfall und Untergang aller  westlichen Länder! Es ist nicht möglich, sich fortwährend Geld zu leihen, ohne  dass die Absicht besteht, davon auch nur irgendetwas jemals wieder  zurückzuzahlen. Das funktioniert ganz einfach nicht. Solange es keine politische  Reform gibt und die Klasse der Berufspolitiker nicht verschwunden ist, deren  Eigeninteressen immer den Interessen der Bürger entgegenstehen werden, besteht  auch kein Grund zur Hoffnung.

Das ist auch einer der entscheidenden Gründe, warum wir kurz vor einem  bedeutenden Aktienbullenmarkt stehen – weil es eine Alternative zu dem Vergraben  und Bunkern von Geld ist.

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