Die Bilderberger haben es eilig- oder: Was wir im Geschichtsunterricht nicht gelernt haben…

Quelle:  http://www.flegel-g.de/2012-02-28-Bilderberger-eilig.html

28.02.2012

Wenn ich mir die derzeitige Politik ansehe, komme ich zu dem Schluss, dass die Bilderberger den Turbo einschalten, denn die bevorstehenden Aktionen wie ESM, ACTA, VSKS sind Schritte zur Verwirklichung einer NWO (Neue Weltordnung), wie sie von den Bilderbergern angestrebt wird. Auf den Vertrag SKS wird in der Einleitung des ESM Bezug genommen. Dort steht:

    Auszug: (5) Am 9. Dezember 2011 haben die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, vereinbart, Schritte in Richtung auf eine stärkere Wirtschaftsunion zu unternehmen, einschließlich eines neuen fiskalpolitischen Pakts und einer verstärkten wirtschaftspolitischen Koordinierung, die durch einen Vertrag über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion („VSKS“) umzusetzen ist. Der VSKS wird dazu beitragen, eine engere Koordinierung der Wirtschaftspolitik im Euro-Währungsgebiet zu entwickeln, um eine dauerhafte, gesunde und stabile Verwaltung der öffentlichen Finanzen zu gewährleisten.

 

Ich glaube allerdings nicht, dass bei den Bilderbergern ausgekungelt wird, was zu geschehen hat. Dafür sind die Treffen zu kurz. Wenn also die Besucher der Bilderbergveranstaltungen berichten, dass dort lediglich über das Geschehen in der Welt debattiert wird, glaube ich das. Na ja, fast, denn es dürften einseitige Debatten sein. Aus meiner Sicht sind die Bilderbergtreffen Veranstaltungen, die eher mit einem Befehlsempfang zu vergleichen sind. Dort bekommen Teile der Besucher gesagt, welche Schritte sie als nächstes einleiten sollen, welche Politiker sie pushen sollen, damit sie in führende Ämter gelangen und wie die Berichterstattung in den Medien aufgebaut werden soll, damit der dumme Pöbel nicht begreift, dass man ihn am Nasenring zur Schlachtbank führt. Die Debatten, wie man weiter vorgehen will, werden wohl in anderen Organisationen geführt, wie dem Council on Foreign Relations, dem European Council on Foreign Relations, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, dem Royal Institute of International Affairs, der Trilaterale Kommission, die Atlantikbrücke, dem Aspen-Institut und vermutlich einigen anderen (z. B. der INSM und der Bertelsmannstiftung), denn dort sind sie vereinigt, ein paar der Superreichen und ihre Handlanger aus den Bereichen der Wissenschaft, des Finanzwesens, der Politik und der Banken. Dass die noch verbliebenen Feudal-Herrscher sich damit verbrüderten, lässt den Schluss zu, dass sie ihre alte vergangene „Herrlichkeit“ zurück haben wollen.

Diese Aussage möchte ich natürlich auch begründen. Dabei gehe ich davon aus, dass das ganze politische Geschehen schon sehr viel länger von dunklen Gestalten im Hintergrund geplant und gesteuert wird, wobei die Planung und Steuerung immer den erfolgten Resultaten angepasst wird. Die Zeit, in der Politiker das politische Geschehen steuerten, ist aus meiner Sicht seit einem Jahrhundert vorbei. Einen Schlachtplan, wie man vorgehen könnte hat bereits Nahum Goldmann 1915 in seinem Buch „Der Geist des Militarismus“ beschrieben. Der aus meiner Sicht entscheidende Textauszug: Wege zur neuen Weltordnung.

Den meisten Menschen wird der Name Nahum Goldmann nichts sagen, aber er war ein wichtiger Mann im letzten Jahrhundert. Er war nicht nur Gründer und langjähriger Präsident des Jüdischen Weltkongresses, sondern auch Berater des amerikanischen Präsidenten. Auf Wikipedia ist darüber auszugsweise zu lesen:

    Das Auto hielt vor der Terrasse, und bei unserem Anblick sagte Roosevelt: „Sieh an, (Samuel) Rosenman, (Rabbi) Stephen Wise und (Nahum) Goldmann bei einer Diskussion. Macht nur weiter, Sam (Rosenman) wird mir Montag sagen, was ich zu tun habe“. Sein Wagen fuhr an, und Roosevelt ließ noch einmal halten, um uns zu sagen: „Könnt Ihr Euch vorstellen, was Goebbels dafür gäbe, ein Foto dieser Szene zu bekommen: Der Präsident der Vereinigten Staaten empfängt Verhaltensmaßregeln von den drei Weisen von Zion“.

 

Das, was Goldmann im vorgenannten Textauszug zur NWO 1915 geschrieben hat, ist aus heutiger Sicht zum Teil bereits erlebte Geschichte. Der erste Weltkrieg destabilisierte die Macht der Feudalherrscher und führte zur Einrichtung so genannter demokratischer Verhältnisse. Mit dem zweiten Weltkrieg wurde der Weg bereitet, die Nationalstaatlichkeit in Frage zu stellen und „nach Wegen“ zu suchen, diese für einen „dauerhaften Frieden“ durch den Zusammenschluss von Nationalstaaten zu verwirklichen. Begonnen wurde mit den technisch am weitesten fortgeschrittenen Ländern des Kontinentes Europa. Für die Bevölkerungen nicht erkennbar wurden Verträge abgeschlossen, die nicht nur die eigentliche Nationalität immer mehr in Frage stellten, sondern auch die nationalen Gesetzgebungen immer weiter einschränkten und durch Gesetze von so genannten „supranationalen“ Organisationen ersetzt wurden. Ausgangspunkt dieser Vorgehensweisen waren bereits im 2. Weltkrieg und unmittelbar danach errichtet Organisationen wie die UN, die WTO, die Weltbank, der IWF und weitere wie die WHO (World Health Organization) und der WWF. Alle wurden und werden von der USA dominiert (und domestiziert). Inzwischen ist die EU eine weitere dieser supranationalen Einrichtungen, zwar kein Staat, aber mit einer den Mitgliedsstaaten übergestülpten Macht ausgestattet, mit der sie die angeschlossenen Staaten dominiert. Die meisten dieser Institutionen sind mit einem eigenen Rechtssystem ausgestattet, das aber dem Recht den Nationalstaaten übergeordnet ist.

In Europa begann alles nach dem Krieg in den Augen der Völker recht harmlos, 1951 mit der Gründung der EGKS (Europäische Gemeinschaft Kohle und Stahl) und der Gründung des EuGH (Europäischer Gerichtshof), dessen Existenzberechtigung damals recht zweifelhaft war, der sich inzwischen aber zur ersten gerichtlichen Instanz in Europa aufgeschwungen hat selbst bestimmt, was zu „seinem Rechtsgebiet“ gehört (Erklärung zum Vorrang) und dessen Rechtsprechung der aller Gerichte in den der EU beigetretenen Staaten übergeordnet ist, gleichgültig, was die nationalen Verfassungen gegenteiliges aussagen. Auch das BVerfG hat die Dominanz des EuGH mit dem Solange II-Urteil anerkannt, was es als Hüter der Verfassung niemals hätte tun dürfen. Aber das GG ist ja auch keine Verfassung, sondern lediglich ein von den Alliierten zugelassenes Verwaltungsrecht. Auch wenn dem immer wieder heftig widersprochen wird, ist das so. Das BVerfG hat in mehreren Urteilen betont, dass das Deutsche Reich nicht aufgehört hat zu existieren, aber mangels Organen (die 3 Gewalten Legislative, Jurisdiktion und Exekutive) nicht handlungsfähig ist. Da aber auf dem gleichen Territorium keine 2 Staaten gleichzeitig existieren können, ist und bleibt die BRD ein Verwaltungskonstrukt der Alliierten.

Die Verantwortlichen wussten und wissen, dass man den Menschen unverdauliche Kost nur in kleinen Häppchen vorsetzen darf und das haben sie auch gemacht. Die Bilderberger traten 1954 erstmalig öffentlich zusammen und obwohl sie politische Aktivitäten stets weit von sich weisen, waren sie es, welche die römischen Verträge ausgearbeitet haben, die dann 1957 die Grundlage zur Gründung der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) und der EURATOM waren, wobei die EWG bis heute das wichtigste Fundament der EU ist. Es folgten 1965 der Fusionsvertrag (Zusammenschluss der EURATOM, EGKS und EWG). 1986 folgte die gemeinsame Europäische Akte, 1992 die Maastrichter Verträge, 1997 der Vertrag von Amsterdam und 2001 der Vertrag von Nizza. Nachdem 2005 der Versuch, eine Europäische Verfassung durchzusetzen, gescheitert war, wurde durch die Hintertür der Lissabonvertrag 2009 ratifiziert, eine Quasi-Verfassung und gleichzeitig der Vertrag, mit der der Europäischen Gemeinschaft „Rechtspersönlichkeit“ zuerkannt wurde. Die Europäische Gemeinschaft wurde zur Europäischen Union und der Begriff „Europäische Gemeinschaft“ im EWG-Vertrag wurde durchgängig durch den Begriff „Europäische Union“ ersetzt und dann als „Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union“ übernommen.

Somit können die Bilderberger als die Schmiede der Europäischen Union bezeichnet werden, auch wenn nicht bekannt ist, welchen Anteil sie jeweils an den anderen Verträgen hatten. All diese Verträge sind Teil dessen, was Goldmann bereits 1915 in seinem Buch geschildert hat. Mit all diesen Verträgen wurden in Salamitaktik die Nationalstaaten in ihrem Rechtsstatus immer weiter eingeschränkt und ihre Hoheitsrechte in immer größeren Happen an die EU übertragen.

Irgendwie klingt das ja alles so vernünftig. Die Staaten, die sich früher gegenseitig die Schädel eingeschlagen haben, plus die Staaten, die ungewollt in diese Scharmützel immer hineingezogen wurden, vereinigen sich nun zu einer großen Gemeinschaft, werden quasi eins mit gleichem Rechtsgefüge, gleicher Wirtschaftspolitik gleichem Finanzsystem und was sonst noch alles dazu gehört. Die Vorstellung fasziniert viele Menschen, weil sie nur sehen, was man ihnen erzählt und das sind die Märchen von Friede, Freude, Eierkuchen. Dabei würde eine ganz simple Überlegung schon Skepsis erzeugen. Stellen Sie sich vor, sie sind die Familie Müller und nebenan wohnt die Familie Meier. Sie haben sich ein wenig kennengelernt und es gibt einiges, was sie bei den Meiers gut finden, anderes aber stört sie. Würden Sie wollen, mit der Familie Meier zu einer Großfamilie zusammengelegt zu werden und noch ein paar andere Familien dazu, von denen Sie im Prinzip so gut wie nichts wissen?

Warum wohl glauben Sie haben die Kommunen der 60er und 70er Jahre nur bei sehr jungen Menschen und nur vorrübergehend funktioniert und sind schließlich zerfallen? Der Grund ist einfach. Die Interessen sind unterschiedlich und im Laufe der Zeit entwickelt sich ein regelrechter Widerwille gegen Einzelne, der schließlich die Kommune auseinfallen lässt. Nichts anderes passiert in Großreichen, weshalb keines der wirklich großen Reiche wirklich demokratisch geführt wird. Die USA behaupten das zwar von sich, aber dort hat das Kapital das Sagen und das lässt echte Demokratie nicht zu.

Der Hang der USA zum Gigantismus ist bekannt und dort sind etliche der größten Unternehmen und der größten Banken angesiedelt. Aber immer größer und immer besser vertragen sich nicht. Je größer ein Unternehmen wird, umso weniger spielt der Faktor Mensch eine Rolle. Er wird zur jederzeit austauschbaren oder auslöschbaren Nummer. In der Unternehmensstrategie spielen diese Nummern keine Rolle mehr, sondern nur noch Zahlen, Statistiken, Bilanzen und Kurse. Je größer Staaten werden, desto mehr werden sie zu bürokratischen Monstern und Bürokraten sind auch keine richtigen Menschen mehr, denn in ihrem Amt spielt der Faktor Mensch ebenso wenig eine Rolle, wie in den Konzernen. Für einen Bürokraten ist ein Mensch nur etwas, was ihm den Tag mit Arbeit versaut. Oder kennen Sie einen Bürokraten, der Ihnen zuhört und sogar noch versteht, was Sie sagen? Gehen Sie mal zu einer ARGE, denn dort sitzen eine Menge Bürokraten. Dann wissen Sie, was ich meine. Die EU ist noch kein Staat, aber bereits heute ein ausschließlich von Bürokraten verwaltetes Monster. Die Völker, deren Traditionen und Sprache, deren Glaubensvorstellungen, das alles spielt in dieser Europäischen Union keine Rolle.

Nun experimentiert man mit dem zweiten Block, den Ländern Arabiens und damit es in westlichen Ohren gut klingt, nennt man es den „arabischen Frühling“. Aber irgendwie scheint das noch nicht so recht zu klappen, weil das Korsett „westlicher Demokratievorstellungen“ den eher fundamental religiös ausgerichteten arabischen Staaten nicht so recht passen will. In Ägypten hat es nicht wirklich geklappt, in Libyen hat man ein wenig nachgeholfen und dennoch ist es nicht zu dem geworden, was man sich so gewünscht hat. Im Irak und in Afghanistan ist das Konzept völlig in die Hose gegangen. In Syrien ist man noch die Experimentierphase aber mit dem klaren Hang, gewaltsam wie in Libyen die Menschen zu „befreien“. Liest man in der heimischen Presse über Syrien Berichte, stammen alle Aussagen immer von den so genannten Aktivisten, also von der Seite, die das System zugunsten westlicher Vorstellungen stürzen will. Zu diesen Aktivisten scheint auch AVAAZ zu gehören, die dann an alle, deren Mailadressen sie sich einverleibt haben, wilde Schauergeschichten über die Brutalität der Regierung erzählen. Wenn ich aber sehe, dass die Gründer und Führungskräfte von AVAAZ von US-Elite-Unis kommen, teilweise in Einrichtungen von Rockefeller tätig waren, bevor sie sich ganz plötzlich anschickten, die Welt zu retten, dann stimmt mich das mehr als skeptisch und wenn sie dann noch Kriegspropaganda betreiben, dann glaube ich eher, dass sie zu den Helfershelfern der NWO-Aktivisten gehören. Ich weiß nicht, ob die Berichte im Westen über Syrien ganz oder teilweise wahr sind, gehe aber davon aus, dass alle so plötzlich auftretenden „Freiheitsbestrebungen“ in der arabischen Ländern durch Provokateure aus dem Westen oder Staaten wie Katar oder Saudi Arabien angezettelt wurden. Auch das Theater um den Iran beruht auf reiner Provokation. Den Iran kann man getrost als Demokratie bezeichnen, denn er hält freie Wahlen ab. Dass diese Wahlen nicht immer reell zugehen, wird im Westen behauptet und dass die iranische Opposition gerne in die gleiche Kerbe schlägt, dienen solche Berichte ihr ja zum Vorteil. Aber der Iran hat seit ewigen Zeiten keinen Krieg mehr angefangen und die Aussage über Israel ist nachweislich getürkt. Den Aussagen der IAEA schenke ich genau so viel Vertrauen, wie Barak Obama, denn die sagt, was der will. Aber der Iran ist ein mächtiger Gegner, wenn die Bilderberger einen „arabischen Block“ zimmern wollen und das dürfte der eigentliche Grund für das westliche Gezeter sein. Die Ölvorräte des Iran und seine geologische Position am Golf sind allerdings nicht zu verachtende Zutaten.

Ich behaupte nicht, dass die arabischen Staaten demokratisch sind, frage mich allerdings immer öfter, ob denn der Westen wirkliche Demokratie praktiziert. In einer echten Demokratie würden nicht gegen den Willen einer großen Mehrheit der Bevölkerung Entscheidungen getroffen, die von der Bevölkerung nicht akzeptiert werden. Der Lissabonvertrag, davor die EU-Verfassung, jetzt der ESM und ACTA, die heimlichen Verträge mit der WTO über die Forderungen von GATS, die Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen, das alles wird gegen den Willen der Bevölkerung beschlossen. Was nützt es da, dass man nicht gleich eingesperrt wird, wenn man laut dagegen protestiert? Wendet man sich an Politiker, wird man mit vorgefertigten Textbausteinen abgefunden, die keine der gestellten Fragen beantworten. Vorausgesetzt, man bekommt überhaupt eine Antwort. Was also nützen die Proteste wirklich? Nichts! Wir dürfen unsere Meinung sagen, doch die wird gekonnt ignoriert.

Eingangs habe ich behauptet, die Bilderberger hätten den Turbo eingeschaltet. Ich vermute, das hängt damit zusammen, dass doch nicht alles planmäßig verläuft. Asien ist viel schneller aus dem Kolonialtrauma erwacht, als man vermutet hatte und beginnt nun damit, die Dominanz der USA zu brechen. Die arabischen Staaten, die sich nicht frühzeitig auf die Seite der USA geschlagen haben, wollen einfach nicht parieren. Und im Westen wird es auch turbulenter, weil sich die Bevölkerungen einfach partout nicht ins Mittelalter zurück versetzen lassen wollen. Man muss sich also beeilen, denn von Tag zu Tag wird es schwieriger, weil das Volk der Presse auch nicht mehr vertraut und sich deshalb lieber auf Informationen aus dem Internet verlässt. Deshalb ist es wichtig, jetzt den ESM durchzubringen, denn der bringt zusammen mit dem VSKS die Voraussetzungen, aus der EU doch noch schnell einen Staat Europa zu zimmern, bevor der Widerstand so heftig wird, dass Wasserwerfer nicht mehr reichen, sondern Buttle-Groups mit Panzern und scharfer Munition oder zumindest den neuartigen ADS-Waffen eingreifen müssen. Denn eines weiß man auch bei den Bilderbergern. Tote und Schwerverletzte machen es schwerer, die Menschen von Demokratie zu überzeugen.

Eigentlich sollte inzwischen der Plan so weit gediehen sein, dass die Menschen, ihrer alten Wurzeln beraubt, sich willig in die neue und streng hierarchische Gliederung der neuen Ordnung unterwerfen. Das mit der Entwurzelung hat ja recht gut geklappt. Zwei Weltkriege haben die Sehnsucht nach Frieden aufkommen lassen, die alten Bindungen wie Familie und Freundschaft wurden durch scheinbare Emanzipationsbestrebungen gekappt, selbst die geschlechtliche Bindung konnte mit Gender in Frage gestellt werden. Mit der Computertechnik konnten Modelle entwickelt werden, mit scheinbar stimmigen Statistiken die allgemeine Verwirrung noch zu vergrößern und auch noch die Reste alter Verwurzelungen auszureißen. Aber wie jedes Ding hatte auch diese zunächst so vorteilhafte Entwicklung zwei Seiten, denn sie brachte mit dem Internet ein Medium auf, mit dem die eigentlich im Sinne des Vorhabens geordnete Informationspolitik unterlaufen werden konnte. Damit bekamen die Menschen, die zuvor eigentlich nur hilflos zuschauen konnten, wie die Masse den Rattenfängern folgte, plötzlich eine Plattform, mit der sie auf die vielen Widersprüche dieser ganzen Systematik aufmerksam machen konnten. Und die Jugend, nicht mehr traumatisiert von den 2 vergangenen Kriegen, adaptierte dieses neue System und brachte ihrerseits wieder Fragesteller hervor, die mit unangenehmen Fragen und einer weit geringeren Obrigkeitshörigkeit aufwarteten. Hinzu kam, dass die Wurzeln mancher, nicht der westlichen Sphäre angehörenden Völker weitaus schwerer herauszureißen waren, als angenommen.

Die Folge? Der ganze Plan gerät ins Stocken. Jahrzehnte lang hatte man die Massen relativ problemlos manipuliert, ihnen scheibchenweise ihre Identität und ihren Lebensstil geraubt und dann einen Punkt erreicht, an dem immer mehr Menschen die Manipulationen zu durchschauen drohen. Folglich reichen die chirurgischen Eingriffe nicht mehr und man muss drastischer vorgehen, bevor die Masse endgültig erwacht.

Dazu gehören nicht nur die ohnehin geplanten und teilweise bereits erreichten totalen Überwachungsmethoden, sondern vor allen Einschränkungen des Internets, ohne die eigenen Möglichkeiten mit diesem Medium zu begrenzen. Bereits 2001 in der so genannten DOHA-Runde wurde deshalb eine Ausweitung des TRIPS-Abkommens (Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) geplant. TRIPS wurde in der Uruguay-Runde 1994 verabschiedet und ist ein verpflichtender Beipack für Länder, die der WTO beitreten wollen bzw. beigetreten sind. Die Erweiterung soll nun mit ACTA durchgezogen werden, mit dem auch massive Einschränkungen der Nutzung des Internets möglich gemacht werden. Und ACTA wird genau so verpflichtend für die EU-Länder wie TRIPS.

Aber das reicht ja noch nicht, deshalb soll nun ein „Clean IT-Projekt“ aufgelegt werden. Der Text ist in englisch, ich kann also nur sinngemäß etwas über den Inhalt sagen.

Danach hat der Niederländische Geheimdienst festgestellt, dass das Internet eine zentrale Rolle für Terroristen und extremistische Netzwerke spielt und deshalb für den Terrorismus von großer strategischer Bedeutung ist. Früher hätten die Terroristen öffentliche Medien wie Radio und Fernsehen für die Verbreitung ihrer Ziele und zur Rekrutierung weiterer Anhänger und Finanziers genutzt, die Al Qaida würde aber nun massiv das Internet wegen seiner Möglichkeiten zur Wahrung der Anonymität und der schnellen Verbreitungsmöglichkeit nutzen, was erheblich zur weiteren Radikalisierung beitrüge. Besorgt wird gesagt, dass Bedenken über die illegale Nutzung des Internets zu terroristischen Zwecken unter gleichzeitigem Missbrauch von rechtlich / neutralen Webseiten entstehen könnte. Die Frage sei nun, ob man die Nutzung des Internets zu terroristischen Zwecken verhindern bzw. einschränken könne, ohne unsere online Freiheit einzuschränken.

Das Projekt soll daher auf einem öffentlich-privaten Dialog basieren. Das Clean IT Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Programme zur Prävention und Bekämpfung der Kriminalität der Europäischen Union, durch die Europäische Kommission, Generaldirektion Justiz, Freiheit und Sicherheit durchgeführt. Das Projektteam wird vom Nationalen Koordinator für Terrorismusbekämpfung und Sicherheit des Ministeriums für Sicherheit und Justiz in den Niederlanden gehostet.

Nun, mein englischer Sprachschatz ist sehr begrenzt, weshalb ich keine Gewähr übernehme, ob ich den Inhalt wirklich sinngemäß richtig wiedergegeben habe. Ich jedenfalls habe ihn so verstanden.

Ich hätte dabei einen wirkungsvollen Lösungsvorschlag. Löst alle Geheimdienste auf, das würde den Terrorismus massiv einschränken. Ich nämlich sehe die gerade bekannt gewordene Nutzung rechtlich unzulässiger Kontrolle von E-Mails durch die Geheimdienste in Deutschland als aktiven Terrorismus an. Dabei wird das nur die Spitze des Eisbergs sein, wenn es um die Frage illegaler Methoden der Geheimdienste geht. Es würde mich auch nicht erstaunen, wenn damit gleichzeitig bzw. automatisch die Al Qaida aufgelöst würde. Wurde sie nicht von der CIA gegründet?

Ich denke, wir können gespannt darauf sein, was die nächste Bilderbergversammlung für neue Ideen ins Spiel bringt. Nach derzeitigen Informationen soll sie ja dieses Mal in Haifa in Israel stattfinden und auch früher, als sonst üblich. Ob das der Grund ist, warum man über die letztendliche Höhe ESM-Kapitals im März noch einmal beraten will?

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