Umstrukturierung des Apothekenmarktes

Quelle: der Honigmann sagt…

http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/04/16/umstrukturierung-des-apothekenmarktes/

16. April 2012 von honigmann

Gastbeitrag von Irene Pätzold

Meiner Meinung nach werden bei den Apotheken, seit weit über 10 Jahren, Vorbereitungen getroffen, die darauf hin zielen, einige wenige große Apothekenketten, entstehen zu lassen.

Die Gewinner dabei, werden  die Pharmaindustrie, der Großhandel und die Banken sein.

Ganz sicher werden  die selbstständigen Apotheker zu den Verlierern zählen, ganz genau so wie die normale Bevölkerung.

Ich bemerkte die Veränderungen  von 1993 bis 2009, als selbstständige Apothekerin sehr genau, da ich die betriebswirtschaftliche Situation gezielt in meinem Focus hatte.

Das machte ich, da von Seiten der  Großhandelsaußendienstmitarbeiter, genau diese Veränderungen angekündigt wurden.

In meinen Anhängen, die ich ausdrücklich gestatte zu veröffentlichen, zeige ich deutlich, zu welchen Maßnahmen gegriffen wird, um die Apotheker zu den gewünschten Handlungen zu verleiten. Meiner Meinung nach, sind das sehr manipulative Beeinflussungen seitens des Großhandels, die dazu führen sollen, dass sich die Apotheker gegenseitig fertig machen.

Die Bevölkerung wird keine Freude an den entstehenden Apothekenketten haben, da die noch bestehenden Serviceleistungen so gut wie kostenlos sind und sich für eine Kette niemals lohnen würden.

In England und Skandinavien existieren meines Wissens nach jeweils drei Ketten.

Bei so geringer Konkurrenz werden sicher keine Geschenke an die Kundschaft verteilt und die bisherigen Leistungen einer Apotheke, als da wären unabhängige Beratung, Blutdruckmessen, Blutzuckerkontrolle, Apothekennotdienste etc. werden kostenlos oder extrem kostengünstig angeboten.

Für die Medikamente bekommt der selbstständige Apotheker längst so wenig, dass eine Apotheke nicht mehr existenzfähig ist. Genaueres in meinen Anhängen.

Die Möglichkeiten wirtschaftlich günstig eine Apotheke zu leiten, besteht  eigentlich nur im Einkauf von Medikamenten. Über den Mengenrabatt sinkt der Preis des einzelnen Artikels.

Doch selbst da hat die Regierung, in den letzten Jahren, den Apotheken einen Riegel vorgeschoben und es ist nur noch sehr begrenzt möglich einen guten Rabatt zu bekommen.

Ganz anders sieht das beim Großhandel aus, der mit großen Rabatten direkt vom Hersteller einkauft.

Alles macht den Anschein, als ob die Kettenbildung vom Gesetzgeber her gewollt ist, obwohl für die Bevölkerung gar kein Vorteil zu erwarten ist. Denn wer glaubt, es würden dann die Preise sinken, der wird sich täuschen. In o.g. Ländern war das überhaupt nicht der Fall. Eher das Gegenteil.

Selbst den meisten Apothekern scheint unbekannt zu sein, dass wir an Ketten nicht vorbeikommen und die Vorbereitungen schon seit mind. 10 Jahren gesteuert ablaufen.

Ich selber war Teilnehmerin dieser Vorgänge, die meiner Meinung nach heimtückisch, intrigant und verlogen sind.

Meiner Meinung nach steuerten mich der Großhandel und die Bank, gezielt in den Abgrund, um mir dann einen Käufer zu präsentieren, der ihnen sehr angenehm war.

Ich war relativ wehrlos, da mir zu jahrelangen Mobbingattacken, vier Einbrüche in den letzten sechs Wochen meiner Selbstständigkeit, die letzten Kräfte geraubt hatten.

Innerhalb der Vorgänge, die ich detailliert in den Anhängen beschreibe, landete ich geraume Zeit im Opferschutz.

Meine Nachfolgerin hatte keinerlei Ahnung von den betriebswirtschaftlichen Bedingungen einer Apothekenleitung. Sie war das gefundene Fressen!

Zu diesem Zeitpunkt, an dem ich dieses hier schreibe, hat die Bank mein Haus zwangsversteigern lassen und ich werde jetzt in Privatinsolvenz gehen.

Ich habe mal sehr gerne mein Wissen in den Dienst der Bevölkerung gestellt und zusammen mit meinen Mitarbeitern eine Apotheke betrieben. Derartige Vorgänge, die wir erleben mussten, hätte ich niemals für möglich gehalten!

Daher habe ich ab Januar 2011 Mails an Bundestag, Bundesrat und zuständige Presse verschickt und immer weitergeleitet. Ich wollte erreichen, dass niemand behaupten kann, er hätte nichts gewusst. Aus diesen Mails, die als Anlage beigefügt sind, ist ersichtlich, wer von den Politikern und Medien von mir wann informiert worden ist. Ich erlaube ausdrücklich deren Veröffentlichung.

Als Reaktion seitens der Regierung und Presse habe ich bisher gar nichts erhalten.

Und das, obwohl ich die Namen der Beteiligten genannt habe!

Stattdessen setzen sich die Vorgänge in gleicher Weise fort und bestätigen meine getroffenen Vorhersagen.

Natürlich habe ich mich all die Jahre gefragt, warum uns selbstständige Apotheker, die Regierung  nicht mehr haben will. Meiner Meinung nach ist unsere bisherige Leistung von großem Wert, den niemand wird ersetzen können.

Es ist der Zytostatika-Skandal, der allerdings vollkommen falsch durch die Medien verbreitet wurde. Wie es sich wirklich abgespielt hat, ist im Anhang nachzulesen.

Die Apotheker dienen, wie schon so oft, als Sündenbock. Die Wahrheit wurde nicht veröffentlicht!

Die Existenzgrundlage der Apotheken ist längst vernichtet.

Sie ergab sich aus guten Einkaufskonditionen und  der Spanne, was sie für die Medikamente von der Krankenkasse erhalten. Beides ist von Seiten der Regierung extrem beschnitten worden. Bei frei verkäuflichen Arzneimitteln herrscht ein Preiskampf, der Kannibalismus gleicht. Denn die Medikamente werden sehr oft unter dem Einkaufspreis verkauft.

Gleichzeitig wird den Apotheken  verboten  bestimmte Produkte  zu verkaufen, wie z.B. seit neuestem Inkontinenzwaren.

Im Klartext bedeutet das,  die Apotheker dürfen nicht alles verkaufen. Vieles wird  Ihnen verboten. Und auch das wird immer mehr!  Es bedeutet für die Apotheken immer stärkere Einschnitte in ihren Handlungsfreiheiten, die sowieso eng begrenzt sind und nehmen ihnen weitere Möglichkeiten halbwegs lukrative Geschäfte zu machen.

Die Großhandlungen, mit ihren vollständig anderen Einkaufsmöglichkeiten,  und den erhaltenen Apotheken-Standorten,  betrifft die Misere momentan überhaupt nicht.

Die pharmazeutischen Großhandlungen machen gute Umsätze, so lange die Apotheken existieren. Die guten Standorte müssen also erhalten bleiben. Und zwar so lange, bis das Fremdbesitzverbot in Deutschland fällt. Dann gehören die Apotheken denjenigen, bei denen sie finanziell in Abhängigkeit stehen. Also bei der Bank und beim Großhandel.

Bisher kann nur ein approbierter Apotheker der Besitzer einer Apotheke sein und ist für die >ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln<   voll verantwortlich. Wenn das Fremdbesitzverbot aufgehoben wird, kann jeder x-beliebige eine Apotheke besitzen und sie nach finanziellem Gesichtspunkt betreiben. Pharmazeutische Kenntnisse sind dann nicht mehr notwendig.

Ich bezweifele stark, dass das eine Verbesserung für die Bevölkerung darstellt!

Geben Sie diesen Beitrag mit den Anhängen* an Ihren Apotheker/ Ihre Apothekerin weiter.

Fragen Sie Ihre/n Wahlkreisabgeordnete/n warum er/sie  sich bisher nicht zu dem Skandal geäußert hat. Informieren Sie politisch aktive Menschen in Ihrem Umfeld.

Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung.

nussknacker@honigmann.tv

Irene Pätzold

* Anhänge erscheinen in den nächsten Tagen.

.

Gruß

Der Honigmann

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Ein Gedanke zu „Umstrukturierung des Apothekenmarktes

  1. Ich will eine unabhängige, patientenbezogene Beratung, wie es in den Anfängen meine pharmazeutischen Laufbahn, so um 1980 /1985 noch möglich und auch normal war. Ich habe einen Teil meiner Ausbildung in einer Apotheke gemacht, unter Apotheker B.H.Engel, dem die Pharmazie und der Mensch wichtig war. Dafür danke ich ihm hier, an dieser Stelle.
    Solche Apotheken möchte ich wieder haben.
    Ich will keine Apotheken, die aus lauter Existenznöten, verkaufen müssen, auf Deubel-komm-raus. Ich will keine Ketten, wo der Chef (der kein Pharmazeut o.ä. sein muß) letztendlich das Sagen hat und ich keinem Apothekenmitarbeiter über den Weg trauen würde.
    Natürlich will ich keine Klüngelei zwischen Arzt und Apotheker. Das sollte streng getrennt werden. Damit kein Geldschein o.ä.die Handlungsweise oder Meinung beeinflussen kann.
    Das muß möglich sein, zum Wohle Aller und nicht einiger Wenige!
    Irene Pätzold .

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