SEITENWECHSEL vom SOZIALDEMOKRATEN zum NEOLIBERALEN !

Quelle: Der Nachrichtenspiegel

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Von ⋅ 4. Mai 2012

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Gemeinsam mit FDP-Wahlkämpfer Christian Lindner hat Wolfgang Clement ein Thesenpapier für eine “vernunftgeleitete Industriepolitik” vorgestellt.” Ich unterstütze Christian Lindner in Person, weil ich in ihm einen Verfechter sozial-liberaler Ideen sehe und diese politische Position für unser Land erhalten wissen möchte”, sagte Clement “Welt Online”.

Es sei auch an folgendes erinnert. “Dass wir gesellschaftliche Tendenzen zur Dekadenz haben, dafür fallen mir allerhand Beispiele ein“, sagte der frühere SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und verteidigte Guido Westerwelle in der von ihm geführte Debatte um Hartz-IV-Regelsätze, in dem Westerwelle vor „spätrömischer Dekadenz“ warnte. Vor der Bundestagswahl 2009 hatte Clement für die Wahl Westerwelles geworben.

Ja die Neoliberalen, konnten sich der Unterstützung von Clement schon immer sicher sein. Nun scheint es so, als wäre der Sozialdemokrat Clement endgültig bei den Neoliberalen angekommen. Wolfgang Clement beschreibt sich selbst als “Sozialdemokraten sozial-liberaler Denkungsart”, so ist es bei Welt online weiter zu lesen. Doch es darf bezweifelt werden, ob Clement je ein Sozialdemokrat gewesen ist. Clement, einer der glühender Verfechter der Agenda 2010, Vollstrecker der Armut und sozialen Kälte in Deutschland.

Und eigentlich darf er sich gar nicht mehr Sozialdemokrat nennen, hat er 2008 doch die SPD verlassen. Als Gründe nannte Clement damals die Rüge des SPD-Schiedsgerichts, die Zusammenarbeit mit der Linken – und die SPD-Wirtschaftspolitik. Doch diese Gründe darf man getrost als vorgeschoben bezeichnen. Einen Mann wie Clement kritisiert man nicht, wo kommen wir denn da hin. Er, der wie kein anderer die PASTA – POLITIK Schröder unterstützte und keinen Widerspruch von seinen eigenen Genossen geduldet hat.

Das Selbstvertrauen von Clement war schon immer sehr stark ausgeprägt, wenn er die Nähe zur Wirtschaft begründete, denn Clement war neben Sozialdemokrat auch immer Lobbyist und stand dazu.

So zum Beispiel war Clement bis 1992 Mitglied im Aufsichtsrat bei der RWE-Tochtergesellschaft Rheinbraun , 2000–2002 Kurator der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, seit 2005 Mitglied des Stiftungsrates der Dussmann-Gruppe, 2006–2008 Mitglied der Lobbygruppe Konvent für Deutschland, seit 2006 Vorstandsvorsitzender der Denkfabrik Adecco Institut zur Erforschung der Arbeit, Aufsichtsrat Mitglied der RWE Power AG, der Landau Media AG, des Zeitungsverlags M. DuMont Schauberg, Beiratsmitglied der Citigroup Global Markets Deutschland, bei Wolters Kluwer Germany, der DIS Deutscher Industrie Service AG, seit 2007 Senior Advisor bei Deekeling Arndt Advisors, seit 2008 Aufsichtsrat Mitglied der Versatel AG und der Daltrup & Söhne AG, Vorsitzender des EU-Russland-Forums, seit 2009 Aufsichtsratsmitglied des russischen Beratungsunternehmens Energy Consulting, der Investmentgesellschaft Lahnstein Middelhoff & Partners LLP, Werbefigur der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (Quelle Lobby Control).

Kritiker aus der SPD, welche sich über seinen Lobbyismus äußerten, antwortete Clement: „„Ich werde übrigens noch mehrere Mandate wahrnehmen, damit ich das gleich deutlich hinzugefügt habe. […] Da können sich manche Leute darüber das Maul zerreißen. Das wird mich nicht sonderlich beschäftigen“.  Und öffentliche Kritik des Bundeskartellamtes als einer dem Wirtschaftsministerium nachgeordneten Behörde empörte Clement so sehr, dass er als einziger Wirtschaftsminister dem Amt keinen Antrittsbesuch abstattete.

Wie schon gesagt, einen Clement kritisiert man nicht, als er noch Sozialdemokrat war und heute schon gar nicht. Clement verwechselt wohl Selbstvertrauen mit Arroganz, Wichtigtuerei und Selbstüberschätzung. Clement und sein neuer Freund eint dennoch vor allem eines, der Weg in die Bedeutungslosigkeit.

Was von Clement eben auch bleibt, ist ein von Machtverlust, voller Frust aufgefressener alter Mann, der als bestes Beispiel dafür steht, dass es nicht im jeden Fall , von Vorteil ist, länger als über 67 Jahren (wie vorgesehen) zu arbeiten, wenn man die Nebenwirkungen berücksichtigt, wie sie sich bei Clement anzudeuten scheinen.

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