Personelle Konsequenzen bei JP Morgan

Quelle: staseve/NZZ online

http://staseve.wordpress.com/2012/05/14/personelle-konsequenzen-bei-jp-morgan/

Veröffentlicht am 14. Mai 2012 by

14. Mai 2012, 07:31, NZZ Online

Drei Top-Banker müssen offenbar den Sessel räumen

Der spektakuläre Handelsverlust bei JP Morgan soll erste personelle Konsequenzen haben. (Bild: Reuters)Der spektakuläre Handelsverlust bei JP Morgan soll erste personelle Konsequenzen haben. (Bild: Reuters) 

Nach dem Milliardenverlust müssen bei der US-Grossbank JP Morgan wohl drei Top-Banker gehen. Es wird erwartet, dass Ina Drew, die Leiterin der Einheit «Chief Investment Office», und zwei ihrer Mitarbeiter noch diese Woche das Unternehmen verlassen werden.

(Reuters/ng.) Der spektakuläre Handelsverlust bei JP Morgan hat offenbar erste personelle Konsequenzen. Drei Top-Banker müssten das Geldhaus in dieser Woche verlassen, sagten mit dem Vorgang Vertraute am Sonntag. Es werde erwartet, dass sich die grösste US-Bank von Ina Drew trenne, die bisher als eine der am höchsten bezahlten Angestellten den Geschäftsbereich «Chief Investment Office» leitete. Die 55-jährige gilt als eine der einflussreichsten Frauen an der Wall Street.

Drew habe bereits mehrfach ihren Rücktritt angeboten, sagte ein Insider. Bisher habe die Bank dies aber mit Verweis auf ihre früheren Leistungen abgelehnt. Auch die zwei Untergebenen von Drew, Achilles Macris und Javier Martin-Artajo, stünden vor der Trennung mit dem Haus, wie das «Wall Street Journal» berichtet.

Das bisher als Musterknabe unter den US-Geldhäusern geltende Institut hatte in einer eilends anberaumten Telefonkonferenz am Donnerstag mitgeteilt, dass die Bank durch Einbussen bei Absicherungsgeschäften mindestens zwei Milliarden Dollar in den Sand gesetzt hat. Die Verluste häuften sich ausgerechnet in Absicherungsgeschäften an, die eigentlich dazu dienen sollen, Einbussen im Handel zu begrenzen. Das «Chief Investment Office» kann dabei selbst Gewinne oder Verluste einfahren – je nachdem, ob die Wetten im Derivatehandel aufgehen oder nicht.

JPMorgan-Chef Jamie Dimon räumte unterdessen Fehler beim Umgang mit Handelsskandal ein. Das Unternehmen habe schlecht auf erste Warnsignale reagiert, dass es grosse Verluste im Derivatehande gegeben habe, sagte Dimon in einem TV-Interview.

Quelle: Neue Züricher Zeitung (Schweiz) vom 14.05.2012

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