Wovor die Bankster im Fall Griechenland wirklich Angst haben

Quelle: Mein Parteibuch – Zweitblog

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/05/14/wovor-die-bankster-im-fall-griechenland-wirklich-angst-haben/#more-4249

14. Mai 2012

Nachdem die griechischen Wähler am Sonntag vor acht Tagen den Lakaien von Goldman Sachs und Co keine Mehrheit im Parlament gegeben hatten, hätte man für den darauffolgenden Montag mit dicken Kursverlusten an den internationalen Börsen rechnen können. Seltsamerweie geschah das nicht. Nach Anfangsverlusten am Morgen drehte der DAX am Nachmittag sogar noch ins Plus.

Doch am heutigen Montag, eine Woche später, stehen nahezu alle Börsen dick im Minus, gleich ob DAX, MDAX, TecDax, Euro Stoxx oder Dow, S&P 500, Nasdaq und die Zeitungen überschlagen sich mit Meldungen wie “Griechenland-Sorgen drücken Dow auf Dreimonatstief.” Warum die Kurse erst heute fallen, und letzte Woche nicht gefallen sind, mag das Geheimnis der Bankster bleiben. Mag sein, dass erst heute begriffen haben, was in Griechenland letzte Woche passiert ist, mag sein, dass letzte Woche irgendein Walfisch-Bankster mit Riesensummen Kurspflege bei den Indexwerte betrieben hat. Wie dem auch sei, heute jedenfalls sind praktisch alle Börsen im Minus, und alle sagen, das hat mit Griechenland zu tun, obwohl da doch angeblich gar keine Kettenreaktion drohen soll.

Warum sind dann alle Börsen heftig im Minus? Sind die Börsen aus Mitleid mit Griechenland im Minus? Wohl kaum. Wovor haben die Bankster im Fall Griechenland also wirklich Angst?

In der FT ist dazu ein aufschlussreicher Artikel erschienen: “Griechischer Ausstieg könnte zu Neid in der Eurozone führen” (Hinter einer Paywall, lässt sich aber über Google aufrufen). These des Artikels ist, dass Griechenland, wenn Griechenland jetzt den Staatsbankrott erklärt und möglicherweise auch den Euro verlässt, danach wirtschaftlich ziemlich schnell wieder Fuß fassen könnte und schon 2013 große Wachstumsraten erzielen könnte. Als vor ein paar Jahren beispielsweise Argentinien, Indonesien und Südkorea pleite gegangen sind, da gab es auch zuerst einige Verwerfungen und dann – von Schuldendiensten unbelastet – ein rasantes Wirtschaftswachstum, das bis heute anhält. Damit könnte die Bevölkerung in anderen Ländern, Spanien, Portugal und Italien beispielsweise, neidisch werden auf die Griechen und in ihren Ländern auch einen Staatsbankrott durchsetzen, um nach einer so erfolgten Entschuldung wieder eine gute Wachstumsperspektive zu bekommen.

Obwohl das eine gute Perspektive für die Bevölkerung sei, sei das verheerend für die Banken. Bei den letzten Staatspleiten sei praktisch der ganze Bankensektor des Landes jeweils pleite gegangen, so die Bankster-Postille FT in ihrem Artikel sinngemäß. Die Bevölkerung anderer überschuldeter Staaten könnte in einer Art Domino-Effekt merken, dass eine Staatspleite zu ihrem Vorteil ist, und gegen die ganze Propaganda der Bankster und ihrer Lakaien dafür sorgen, dass die Staatspleite zur Entschuldung durchgesetzt wird, und das wäre zum Nachteil der Bankster, ihrer Banken und ihrer Aktien. Das ist es, wovor die Bankster  und ihre Lakaien in Bezug auf Griechenland wirklich Angst haben. Die FT spricht es sogar ganz offen aus, nur liest diesen “Finanzkram” in der Bevölkerung ja praktisch niemand.

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