Wem dient die EU?

Quelle: The Intelligence

http://www.theintelligence.de/index.php/politik/eu-europaeische-union/4433-wem-dient-die-eu.html

18. 05. 2012 | Von: Christian Brand

Wir leben in einem einheitlichen Europa, das von einem Gebilde namens EU überschattet wird. Wie sehen die Errungenschaften dieser Gemeinschaft in der Praxis aus? Was hat der Bürger wirklich von dem jährlich ca. 139 Milliarden Euro verschlingenden Ungetüm? Natürlich wird als Hauptvorteil die einheitliche Währung zu nennen sein. Das Reisen ohne lästigen Geldumtausch ist sicherlich angenehmer. Weiter zu nennen sind die Abschaffung der Zölle, die gemeinsame Verbrecherjagd und die Anerkennung von Schulzeugnissen und Ausbildungnachweisen – zumindest auf dem Papier. Die Praxis sieht in den meisten Fällen ganz anders aus. Hier zwei Beispiele.

Einem Deutschen, der in Portugal die Schule besuchte und ein Jahr vor dem portugiesischen Abitur zurück nach Deutschland ging, wurde geraten die letzte Klasse der Hauptschule nochmal zu wiederholen, um „wenigstens einen Quali“ zu haben. Die in Portugal erbrachten Leistungen und abgelegten Prüfungen wurden schlicht ignoriert.

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Einen Reisepass beantragen ist unter anderem sehr kostspielig. Während ein Ire in seine Heimat schreibt und den Ausweis per Post zugestellt bekommt, muss ein Deutscher die Unterschrift vor einer deutschen Amtshoheit leisten; ohne den Weg in eine deutsche Botschaft geht gar nichts. Auch die Beglaubigung eines ausländischen Gerichts, dass die Unterschrift in Gegenwart einer Amtsperson geleistet wurde, wird auf deutschen Behörden nicht anerkannt.

Wer sich als Bürger innerhalb der EU in die „Praxis“ begibt, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob denn die EU tatsächlich die von so vielen Politikern hochgelobte europäische Bürgergesellschaft ist. Zuerst zwingt man den europäischen Bürgern die EU auf und anschließend wird versucht, dies demselben Bürger mit salbungsvollen Worten schmackhaft zu machen. Dabei ist doch aus der Entstehungsgeschichte der EU deutlich abzulesen, dass dieses Gebilde ausschließlich für wirtschaftliche Interessen und finanzielle Machenschaften konzipiert wurde. Früher war es am Namen selbst erkennbar – EWG (Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft).

Sollten sich aus der Wahrnehmung von Macht- und Finanzinteressen Vorteile aus der EU für den Bürger selbst ergeben, so ist dies sicherlich nur dem Umstand zu verdanken, dass sich jene Interessen zeitweilig in die selbe Richtung bewegen.

Die EU ist an politischen und vor allem wirtschaftlichen Erfolg orientiert. Sie will ihre Hoheitsrechte bündeln, um Stärke und internationalen Einfluss zu erreichen. Die hier stattfindende Machtkonzentration mit der einhergehenden Bürokratie ist mehr an sich selbst, als am Wohlergehen der Einwohner dieses Gebildes interessiert. Der EU-Bürger als Konsument und Kapitalsklave gerade noch brauchbar.

Wer also immer noch glaubt, dass der Überbau EU eine Demokratie ist, sei hier desillusioniert. Die EU gleicht im Aufbau und Struktur eher einer Diktatur. Während die vom Volk gewählten Europaparlamentarier essenzielle Debatten darüber führen, ob z.B. eine norwegische Fichte auch in Portugal wachsen darf, und wenn ja wie lange die Nadeln sein dürfen und welche Farbe zulässig ist, werden Recht, Gesetze und Verordnungen von der EU-Kommission bestimmt. Und das Schöne daran ist, die Mitglieder dieser Kommission werden gesetzt, also nicht gewählt. Und genau da offenbart sich, wem die EU wirklich dient.

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