USA feuern im Handelskrieg gegen China Schuss in der Solarbranche ab

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19. Mai 2012

Die Ursache des Niederganges des US-Empires liegt in der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit der USA und ihrer Vasallen. Auf zu wenigen Gebieten ist der technologische Vorsprung der westlichen Industrieländer groß genug, um gegen klug konkurrierende Entwicklungsländer wie China preislich bestehen zu können.

Um den Verlust der industriellen Konkurrenzfähigkeit der westlichen Welt wettzumachen, greifen die USA und ihre Vasallen zu allen denkbaren Mitteln. Nur Erfolg haben sie damit keinen, denn die Ursache der unterschiedlichen Konkurrenzfähigkeit ist gerade der höhere Lebensstandard der Industrieländer, den die Industrieländer verteidigen wollen.

In den Jahren 2008 bis 2010 versuchten die USA und ihre Vasallen die chinesische Wirtschaft durch eine Geldpolitik des Quantitative Easing zu zerstören. Doch es nutzte nichts. Anstatt den beabsichtigten Schock einer drastischen Währungsaufwertung die chinesische Wirtschaft zerstören zu lassen, hielt China den Wechselkurs des Yuan beinahe konstant, legte sich über kräftige Handelsüberschüsse einen Großteil der massenhaft gedruckten US-Devisen einfach in die Staatskasse und nutzt diese Devisen nun dazu, um sie gegen wertvolle Rohstoffe für die chinesische Wirtschaft einzutauschen.

Im Jahr 2009 vergaben die USA großzügig Kreditbürgschaften zur Subventionierung an die heimische Industrie, so zum Beispiel eine 535-Millionen-Dollar-Bürgschaft an den Solarmodulhersteller Solyndra. Doch es nutzte nichts. Im Jahr 2011 hatte die im Vergleich zu chinesischen und taiwanesischen Unternehmen zu geringe Wettbewerbsfähigkeit dafür gesorgt, dass des Präsidenten Musterfirma Solyndra trotzdem genauso pleite wie viele andere westiche Solarmodullhersteller war.

Im Jahr 2011 führten die westlichen Industriestaaten unter Führung der USA einen Angriffskrieg gegen Libyen, wodurch Zigtausende chinesische Arbeiter in Libyen zahlreiche milliardenschwere Aufträge nicht beenden konnten. Doch es nutzte nichts. Während die westliche Welt ein Jahr lang mit dem militärischen Raub von 150 Milliarden Dollar libyschen Staatsvermögens beschäftigt war und gleichzeitig China dabei wirtschaftliche Schäden im Milliardenbereich zugefügt hat, wuchs die chinesische Wirtschaft um mehr als 1300 Milliarden Dollar.

Zum Jahresbeginn beschlossen die USA gemeinsam mit europäischen Vasallen, den wichtigen chinesischen Geschäftspartner Iran mit totalen Sanktionen zu überziehen und jegliche Geschäftspartner des Iran, also insbesodere China, ebenfalls mit willkürlichen Sanktionen zu bedrohen, wenn sie sich nicht der US-Forderung unterwerfen, sich selbst durch eine Einschränkung oder Aufgabe ihrer Geschäftsbeziehungen mit dem Iran zu schaden. Doch es nutzte nichts. Anstatt China durch die Zerstörung der iranisch-chinesischen Handelsbeziehungen zu schwächen, erreichten die USA mit ihrer Sanktionspolitik lediglich eine Verminderung der Verwendung des US-Dollar als Petro-Währung und die Beschleunigung des Aufstiegs des chinesischen Yuan zur wichtigsten Weltreservewährung, wodurch den USA schneller die durch die Ausgabe der Weltreservewährung erzielten Gewinne abhanden kommen.

Nun, nachdem die USA mit Währungskrieg, Angriffskrieg gegen Geschäftspartner und Erpressung durch willkürlicher Sanktionen nicht erfolgreich waren, versuchen die US-Führer bejubelt von einem durch Fox und Co verblödeten Wahlvolk – mal wieder – ein weiteres klassisches Mittel zum Schädigen einer konkurrierenden Wirtschaft anzuwenden: Protektionismus. Chinesische Solarmodulhersteller sollen für Exporte in die USA zusätzlich zu bestehenden Schutzzöllen in Höhe von 2,9 bis 4,73% zukünftig prohibitive Strafzölle zwischen 31 und 250% zahlen. Die US-amerikanischen Herren von “Quantitative Easing” und Kreditsubventionen vertreten der staatlichen deutschen Propaganda-Sendung “Tagesschau” zufolge allen Ernstes die Ansicht, dass chinesische Produzenten von Solarmodulen “ihre Produkte auf dem US-Markt um durchschnittlich zehn Prozent billiger anbieten können, weil China seine Währung gegenüber dem Dollar künstlich abwerte und staatliche Zuschüsse an seine Produzenten zahle.”

Angesichs dieser zynischen Begründung ist es völlig klar, dass die USA mit dieser Verhängung von prohibitiven Strafzöllen gegen chinesische Solarmodulhersteller nicht auf ein tatsächliches Fehlverhalten chinesischer Unternehmen reagieren, sondern willkürlich einen Schuss zur Eröffnung einer neuen Schlacht im Handelskrieg gegen China abgeben. Barack Obama lässt damit einen Testballon steigen und versucht gleichzeitig, seinen auf Protektionismus bedachten Wählern zu gefallen. Experten bezweifeln hingegen, dass dieser Protektionimus sich für die USA als nützlich erweisen wird, und dass nicht nur deshalb, weil die USA damit ihre Ideologie Bekanntnis zum freien Welthandel lügen strafen, unter deren Banner sie in der Vergangenheit viele ausländische Staaten zur Öffnung ihrer Märkte für US-Produkte gezwungen haben, obwohl dass für ausländische Staaten oft die Vernichtung der nationalen Industrie bedeutete.

Das grundlegende Problem, dass die US-Solarmodulherstelller nicht wettbewerbsfähig sind, wird durch die Strafzölle nicht gelöst. Solarmodule sind ein vergleichsweise einfaches Produkt. Aus Sand, Arbeit, Energie und ein wenig technischem Know-How, das zu einem großen Teil öffentich zugänglich ist, macht die Solarwirtschaft Kraftwerke. Sand, Arbeit und Energie gibt es in vielen Gegenden Chinas in nahezu unbegrenzter Menge im Überfluss. Hunderte Millionen Chinesen sind immer noch sehr arm, riesige Wüsten warten in China auf eine Nutzung als Solarenergieerzeuger und jedes Jahr gibt es in China Hunderttausende frischgebackener Jungingenieure, die in der Lage sind, einen mittelkomplizierten Produktionsprozess zu beherrschen.

Die chinesische Regierung, die hohe Ölrechnungen nicht liebt, unterstützt die Nutzung regenerativer Energiequellen nach Kräften, zum Beispiel durch massive Investitionen in das chinesische Stromnetz. Die Solarindustrie steht in hartem Preiswettbewerb zu anderen Energieträgern. Der Preis ist bei Solarmodulen von überragender Wichtigkeit. Ein paar Prozent mehr Leistung, die möglicherweise durch einen technischen Vorsprung erzielt werden können, wiegen auch nur einen Preisunterschied von wenigen Prozent auf. Die Solarenergiewirtschaft ist wie geschaffen für China. Gegen diese in China vorhandenen grundlegenden Bedingungen können hochpreisige Inustrieländer einen Preiskampf auf Dauer nicht gewinnen.

Der Ausbau der chinesischen Solarwirtschaft geht auch ohne Exporte in die USA voran. Nicht exportierte Solarmodule installiert China einfach in China und reduziert damit seine gewaltige Rechnung für den Import fossiler Energieträger. Solange es in China noch viele Millionen armer Menschen gibt, die eine mittlere Qualikation haben und für die eine aus Sicht von Industrieländern gering bezahlte Arbeit wirtschaftlicher Fortschritt ist, kann China das Wirtschaftsmodell, aus überschüssigem Arbeitsangebot Solarstrom, Windenergie und Wasserkraft zu machen, theoretisch beinahe so weit ausbauen, bis damit nahezu der gesamte chinesische Strombedarf gedeckt ist. So ist es kein Wunder, dass China inzwischen nicht nur mit großem Abstand führender Solarmodulhersteller ist, sondern vor den USA der drittgrößte Solarmarkt der Welt, und obendrein der am schnellsten wachsende Solarmarkt der Welt.

So ist es nicht verwunderlich, dass chinesische Hersteller von Solarmodulen im Gegensatz zur US-Solarwirtschaft trotz der neuen US-Strafzölle optimistisch in die Zukunft blicken und auch weiter in der Lage sind, neues Kapital zur Erweiterung von Produktionskapazitäten zu akquirieren.

Wenn das Fehlen chinesischer Solarmodule in den USA nicht vollständig durch ebenso preiswerte Importe aus anderen Entwicklungsländern mit ähnlichen wirtschaftlichen Bedingungen wie China ausgeglichen wird, – so wie es bei Autoreifen geschehen ist -dann schädigen die Strafzölle in erster Linie die US-Solarwirtschaft. Verteuern sich in den USA Solarmodule, werden aufgrund einer schlechteren Kosten-Nutzen-Rechnung weniger Solarmodule installiert. Da der größte Teil der Wertschöpfung der Solarwirtschaft bei der Installation von Solarmodulen entsteht, dürften die Strafzölle in Summe einen negativen Effekt für den US-Arbeitsmarkt haben. Anstatt, dass in den USA US-Handwerker bezahlt werden, die zur Energiegewinnung preiswerte Solarmodule installieren, werden die USA in Zukunft aufgrund der Strafzölle vermehrt Geld an ausländische Erdölerzeuger bezahlen.

Das Eigentor, anstatt heimischer Solar-Installateure lieber ausländische Öl-Scheichs bezahlen zu wollen, nur weil die US-Herrscher China den Industriezweig der Modulproduktion nicht gönnen, ist schon beeindruckend. Und dabei ist noch nicht einmal die zu erwartende chinesische Gegenreaktion auf den unprovozierten US-Schuss im Handelskrieg einkalkuliert. China hat aufgrund der unprovozierten US-Strafzölle nun der allgemein übichen Praxis im internationalen Handel folgend einen Schuss gegen die USA frei – darf also nach eigenem Gusto ein beliebiges Paket verhältnismäßiger Kontersanktionen gegen den Verursacher dieses Handelskrieges – also die USA – verhängen, ohne damit internationale Handelsnormen zu verletzen.

Anbieten würde sich da als vergleichsweise milde Maßnahme zuerst einmal die Verhängung von Strafzöllen gegen US-amerikanische Lieferanten von preisgünstig mit überschüssiger Wasserkraft produzierten Wafern für die Herstellung von chinesischen Solarmodulen. Es könnte aber auch sein, dass China als Antwort auf diese aggressive Maßnahme ein deutliches Signal an die US-Regierung senden möchte. Sollte das der Fall sein, könnte China beispielsweise die US-Automobilfirmen Ford und General Motors sanft vom für Autofirmen existenziell wichtigen chinesischen Wachstumsmarkt entfernen, und Obamas wirtschaftlichen “Lieblingskindern” aus seiner Heimatregion damit einen mittelfristig kaum zu überlebenden Schlag versetzen.

Die US-Regierung scheint es in ihrer grenzenlosen Arroganz übersehen zu haben, dass China inzwischen die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt ist. Die arroganten US-Herrscher wollen sich an den relativen Schwund ihrer geopolitischen Macht nicht gewöhnen, und die Bevölkerung muss die arroganten Aggressionen der Herrscher der Industrieländer wie schon bei dem von Zionisten vorangetriebenen Ölboykott gegen den Iran bezahlen.

Es gibt aus der fehlenden Konkurrenzfähigkeit der Industrieländer dauerhaft nur einen Ausweg. Der Ausweg besteht darin, der Bevölkerung der Entwicklungsländer durch die Verbreitung von Technologie dabei zu helfen, in etwa den gleichen Lebensstandard wie die Industrieländer zu erreichen. Damit wäre die Ungleichheit im Lebensstandard weg, die die Ursache für die fehlende Konkurrenzfähigkeit der Industrieländer ist. In der Phase, wo den Entwicklungsländern durch Technologie geholfen wird, den Lebensstandard zu heben, entstehen auch große Chancen für den Wohlstad, Arbeit und Beschäftigung in den Industrieländern. Bei der Aufgabe, den Lebenstardard von sieben Milliarden Menschen auf den Lebensstandard der sogenannten “ersten Welt” zu heben – und das auch noch im Einklang mit der Natur zu bewältigen – fällt mehr als genug Arbeit auch für die Bewohner der Industrieländer an.

Doch anstatt endlich aus dem kalten Krieg stammende Verbote zum Hitech-Export in Entwicklungsländer aufzuheben, und damit Industrieländern einen Zugang zu neuen Wachstumsmärkten zu geben, durch den mehr hochbezahlte Jobs in Industrieländern entstehen könnten, setzen die arroganten Führer der Industrieländer auf militärische Feldzüge, mittelalterlichem Protektionismus, mörderischen Sanktionen und niemandem nützende Handelskriege. Und obendrein schaden sie mit dem Handelskrieg in der Solarindustrie auch noch der Umwelt. Zu mehr Vernunft reicht es in den Industrieländern nicht. Unglaublich.

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