Merkel erwürgt den anglo-amerikanischen Finanzkomplex

Quelle: Mein Parteibuch – Zweitblog

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/06/08/merkel-erwurgt-den-anglo-amerikanischen-finanzkomplex/

8. Juni 2012

Also, mit den deutschen Massenmedien ist es ja bekanntlich so, dass sie selten die Wahrheit sagen, und wenn sie schon mal die Wahrheit sagen, dann nicht die ganze Wahrheit, wodurch niemand in der Lage ist, das ganze Bild zu erkennen, der es nicht ohnehin schon kennt. Aber immerhin zeigen deutsche Massenmedien manchmal noch subtilen bis grotesken Humor.

David Cameron war gestern zu Besuch in Berlin. Zusammen mit Angela Merkel nahm er  ganz spontan am “Bürgerdialog über Deutschlands Zukunft” in Berlin teil. Die süddeutsche Zeitung berichtet darüber im Artikel “Ein bisschen Spaß in der Krise,” durch den der Leser zwar nicht erfährt, was Cameron in Berlin eigentlich genau wollte, dessen Humor für diejenigen, die es wissen, aber geradezu phantastisch grotesk ist.

Leser erhalten in dem Artikel die interessante Information, dass Angela Merkel in Gesellschaft der die “City of London” vertretenden britischen Ulknudel zu Scherzen aufgelegt war. Höhepunkte des humorvollen Artikels: ein AFP-Archivbild von Angela Merkel und David Cameron mit der Bildunterschrift “Ein bisschen Spaß muss sein,” der gestrigen Aussage von Angela Merkel, dass ihr Bürgergespräche Spaß machen und als Zugabe gab es noch folgendes Zitat von Merkel dazu: “Ich weiß nicht, ob das bei mir der Fall sein darf, dass mir etwas Spaß macht.” Das war die wichtigste Information des SZ-Artikels, ansonsten erfuhren Leser noch, dass Merkel und Cameron nach einem Mittagessen nicht so ausgesehen hätten, “als seien sie sich in Grundsatzfragen näher gekommen.”

Wer weiß, was David Cameron in Berlin wollte, wo er doch mit Merkel gerade erst in Washington Champions League geguckt hat, und sie schon in ein paar Tagen beim G20-Treffen wiedersehen wird, erkennt den feinen Humor. Bei Spiegel-Online wurde es vorgestern beiläufig erwähnt:

Die USA und Großbritannien haben von Europa ein schnelles Vorgehen gegen die Ausbreitung der Schuldenkrise verlangt. … Darauf hätten sich US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron bei einem Telefonat verständigt. … Cameron hatte die Euro-Länder schon mehrfach aufgerufen, entschieden und schnell zu agieren, und davor gewarnt, dass die Krise auch Großbritanniens Wirtschaft und Bankensystem erfassen könne. An wen sich der Appell der Briten und Amerikaner richtet, ist klar: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). … Cameron reist am Donnerstag zu einem Treffen mit Merkel nach Berlin. Dort, so der britische “Guardian”, will der Premier seine Forderung in deutlichen Worten wiederholen. Spätestens beim EU-Gipfel in Brüssel Ende Juni, am besten aber noch beim G-20-Treffen in Mexiko am 18. und 19. Juni, müsse eine Lösung gefunden werden. … Besonders das heikle Thema Euro-Bonds dürfte beim Treffen von Cameron und Merkel am Donnerstagnachmittag eine wichtige Rolle spielen. Die Briten drängen auf die Einführung der gemeinsamen Anleihen – Deutschland lehnt sie vehement ab.

Im Klartext: die City of London braucht ganz dringend und schnell viel deutsches Geld, sonst drohen den Londoner Bankstern Riesenverluste und eine Bankenkrise und David Cameron ist zum dringlichen Betteln nach Berlin gekommen. Ein Bettelversuch von David Cameron beim politischen Chef der mit der City of London eng verflochtenen Wall Street, Barack Obama, war zuvor gescheitert, weil die Wall Street und Washington bereits so hohe Schuldtürme angehäuft haben, dass Barack Obama keinerlei finanziellen Spielraum mehr hat, und er bloß noch hofft, dass sein lang gehebelter US-amerikanischer Schuldturm nicht noch vor den US-Präsidentschaftswahlen vollständig kollabiert.

Wer in den letzten Monaten die Medien aufmerksam verfolgt hat, der mag ahnen, wer gerade warum ganz heftig im Feuer steht. Die Bankster von Goldman Sachs zum Beispiel. Als der Ex-Goldman-Boss Jon S. Corzine und sein MF Global letztes Jahr mit einer bulligen Wette auf südeuropäische Schwindsucht-Anleihen baden gegangen ist, da machten schon Gerüchte die Runde, Goldman Sachs habe noch kurz vor der Pleite MF Global viele davon abgekauft. So spricht viel dafür, dass Goldman Sachs noch viel mehr von den hochverzinslichen süeuropäischen Schwindsucht-Anleihen besitzt, und möglicherweise sind sie obendrein auch noch wie bei MF Global satt gehebelt.

Doch ein hoher Zins steht, wie der Fall MF Global zeigt, für hohes Risiko. Wer einem Pleite-Kandidaten mehr Geld leiht, als der Schuldner zurückzahlen kann, der muss damit rechnen, dass er Kreditausfälle hat. Selbst Schuld, wer  als Banker einem Staat Geld leiht, von dem er ahnt, dass er es nicht zurückzahlen kann.

Um solche akut anstehenden selbstverschuldeten Kreditausfälle anglo-amerikanischer Bankster mit deutschem Steuergeld zu verhindern, war David Cameron in Berlin. David Cameron brennt der Boden so sehr unter den Füßen, dass er hatte noch nicht mal mehr Zeit hatte, zwei Wochen bis zum G20-Gipfel zu warten. Eurobonds wollte er, Eurobonds heißen, dass südeuropäische Pleiters anglo-amerikanischen Bankstern ihre Kredite mit neuen Schulden bezahlen, die dann letztlich Deutschland bezahlen muss.

Doch Angela Merkel hat David Cameron und dem anglo-amerikanischen Finanzkomplex eine lange Nase gedreht. Die dem anglo-amerikanischen Finanzkomplex nahestehende britische Boulevard-Presse tobt: Merkel habe David Cameron als “ungeduldig” verspottet und Camerons Bitte abgebürstet, schreibt die “Sun” und führt weiter aus, der britische Finanzminister George Osborne habe erkärt, Britannien stehe nun vor einer der schwierigsten ökonomischen Zeiten der modernen Geschichte. Tags zuvor hatte die Sun noch erklärt, dass Griechenland in zehn Tagen wählt und die “Bitte” von David Cameron in Deutschland extrem eilig ist.

Das britische Empire ist inzwischen so pleite, dass es nicht nur schon seit Jahren alle Sozialleistungen abgeschafft hat, und damit Unruhen in England  in Kauf nimmt, sondern nun sogar schon Multi-Milliarden teure Kriegstechnik verschrottet, weil sich das Empire die Armee und den Unterhalt für seine Kriegsmaschinerie, die noch im letzten Jahr versucht hat, die Ölquellen Libyens als Ersatz für die zur Neige gehenden Nordsee-Reserven zu erobern, nicht mehr leisten kann. In den USA sieht es ähnlich aus: auch den US-Verbrechern fehlt das Geld dafür, um ihre Kriegsmaschinerie so aufrecht zu halten wie bisher.

Es ist also, genauso wie es im Parteibuch beschrieben wurde: die von Angela Merkel in Europa forcierte Austeritätspolitik wirkt gegenwärtig ausgesprochen friedensfördernd, weil sie der transatlantischen Kriegsmafia den Geldhahn abdreht. Und genau deshalb wollen Zionisten und transatlantische Kriegsmafia, wie beim Bilderberg-Meeting offenbar wurde, Angela Merkel unbedingt weghaben. Das erklärt auch, warum die Transatlantikern und Zionisten besonders nahestehende Springerpresse über den Besuch von David Cameron in Deutschland berichtet, Cameron habe Angela Merkel höflich abblitzen lassen. Wenn die deutschen Wähler mitbekommen würden, was gerade passiert, dann würden sie Angela Merkel unterstützen.

Unglaublich, aber wahr: Angela Merkel ist dabei, mit ihrer Austeritätspolitik den anglo-amerikanischen Finanzkomplex zu erwürgen und damit der Kriegsmaschine der NATO die Grundlage zu entziehen. Wenn sie das hinbekommt, dann hat die ehemalige FDJ-Sekretärin Merkel praktisch im Alleingang erreicht, was Generationen deutscher Kommunisten vor ihr nicht geschafft haben.

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Ich wüßte ja mal zu gerne, ob IM Erika sich dessen überhaupt bewußt ist… [Anm. d. Red.]

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