Nakba – die offene Wunde: DAS Tabuthema des heutigen Israel

Quelle: Maria Lourdes Blog
Posted on June 8, 2012 by

»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen, dass sie [die Palästinenser] niemals zurückkommen … Die Alten werden sterben, die Jungen werden vergessen.« Dies notierte ­Israels Staatsgründer David Ben Gurion am 18. Juli 1948 in seinem Tagebuch.

Und so erhoffen es viele israelische Politiker auch heute noch. Doch die palästinen­sischen Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in diesem Buch über die Nakba porträtiert, haben nicht vergessen und werden nicht vergessen. Nakba, das ist die alles umstürzende ­Katastrophe, die über die arabischen Einwohner des historischen Palästinas kam, als in einem Teil dieses Territoriums der ­jüdische Staat gegründet wurde.

Zerstört wurden Dörfer, Städte und eine in mancher Hinsicht blühende Kultur. Ersatz ist nicht in Sicht. Das offizielle Israel mag diese ­Umstände verharmlosen die Katastrophe ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt das Leben der Betroffenen und ihrer Nachkommen. Marlène Schnieper hat mit Vertriebenen und deren Angehörigen gesprochen und ihr Schicksal aufgeschrieben. Dazu liefert sie geschichtliche Hintergründe, webt Sequenzen aus dem heutigen Alltag in Israel und den Palästinensergebieten ein und resümiert neueste Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung des Konflikts. Entstanden ist so ein Standardwerk zur Nakba und deren ­Folgen.

Marlène Schnieper, 1946 geboren, stammt aus Sursee LU. Als Journalistin hat sie sich immer wieder in spannungsgeladenem Terrain bewegt im Iran, im Kaukasus und auf dem Balkan. Als diplomatische Korrespondentin des Tages-Anzeigers beobachtete sie die Kriegsverbrecherprozesse in Den Haag. 2006 bis 2008 berichtete sie für die gleiche Zeitung aus Israel und den Palästinensergebieten. Heute arbeitet sie als freischaffende Nahostkorrespondentin.

 

KenFM im Gespräch mit: Marlène Schnieper

Veröffentlicht am 08.06.2012 von

1920 schrieb der britische Außenminister George Cuzon, zuständig u.a. für das Gebiet des heutigen Israel – damals noch Palästina genannnt: „Die Zionisten wollen einen jüdischen Staat mit Arabern als Holzfäller und Wasserträger. Das wollen auch viele Briten, die mit den Zionisten sympathisieren. (…) Das ist nicht meine Sicht der Dinge. Ich will, dass die Araber eine Chance haben, und ich will keinen Staat der Hebräer. Da gibt es ein Land mit 580 000 Arabern und möglicherweise 60 000 Juden (keineswegs alle Zionisten). Für uns gilt das edle Prinzip der Selbstbestimmung. (…)”

Was daraus wurde ist bekannt und führt in seiner Konsequent bis zur jüngsten U-Boot Lieferung durch die BRD an das israelische Militär. Im Kern geht es um chronischen Landraub einer Besatzungsmacht, unter dem das palästinensiche Volk bis heute leidet. Für viele beginnt das Drama erst 1967, doch das stimmt nicht. Wie u.a. aus den letzten Details der Tagebücher David Ben Gurions hervorgeht, war die Politik der Vertreibung spätestens seit 1948 beschlossene Sache. Die schweizer Journalistin und Expertin für den mittleren Osten Marlène Schnieper hat nach Jahren des Aufenthaltes im heiligen Land, intensiven Recherchen und Gesprächen mit Zeitzeugen ein Buch über die tatsächlichen historisch Anfänge des Dauerkonfliktes veröffentlicht.

Nakba — die offene Wunde. Die Vertreibung der Palästinenser 1948 und die Folgen.

Das Buch behandelt DAS Tabuthema des heutigen Israel. Die wirklichen Umstände seiner Staatsgründung.

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