Jakob Frank und die Frankisten

Quelle: der Honigmann sagt…

http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/06/10/jakob-frank-und-die-frankisten/

10. Juni 2012 von honigmann

Jakob Frank und die Frankisten

Jakob Leibowicz, genannt „Jakob Frank“ oder „Frenk“ (1726-1791), verstand sich als Nachfolger von Sabbatai Zwi und Baruchia Russo. Bedingt durch den intensiven Austausch zwischen den Gruppen in Polen und den Dönme sowie durch die wandernden Prediger des Sabbatianismus wurde Jakob Frank bereits in seiner Jugend zum Sabbatianer, geprägt durch den Antinomismus der „Konyosos“. Franks Lehrworte, wahrscheinlich ursprünglich in Jiddisch verfaßt, sind nur noch in polnischen Handschriften erhalten. An einem mystischen Ort, möglicherweise der Welt der Sefirot, begegnet Frank dem Sabbatai Zwi, den er den „Ersten“ nennt.

König der Juden

„Ich hatte in Saloniki (das damals zum Osmanischen Reich gehörte) eine Vision (…). Als ich in das erste Zimmer hineinging, gab man mir eine Rose als Zeichen, damit ich mit ihr in das zweite gehen konnte, und so immer weiter von einem zum anderen. Und so flog ich in die Luft. Und ich hatte zwei Jungfrauen, zu meiner linken und zur rechten und deren Schönheit die Welt nicht gesehen hat. In diesen Zimmern sah ich meist Frauen und Mädchen, aber in anderen waren ganze Versammlungen von Schülern und Lehrern. Und wo man mir nur das erste Wort sagte, begriff ich daraus den ganzen Inhalt und die ganze Erkenntnis. Diese Zimmer waren zahlreich. Im Letzen aber sah ich den ‚Ersten‘, der auch als Lehrer mit seinen Schülern saß und er war mit einem frenkischen Gewand bekleidet. Dieser fragte mich sofort: ‚Bist Du der weise Jakob? Ich hörte, dass Du stark und mutigen Herzens bist. Bis zu diesem Punkt bin ich gegangen, aber von hier aus habe ich keine Macht, weiter fortzuschreiten. Wenn Du willst, stärke Dich und Gott möge Dir helfen.

Denn sehr viele Vorfahren haben diese Last auf sich genommen und sind diesen Weg gegangen, aber sie sind gefallen.‘ In diesem Moment zeigte er mir durch das Fenster dieses Zimmers einen Abgrund, verdeckt durch ungewöhnliche Schwärze. Und über dem Abgrund sah ich auf der anderen Seite einen Berg, dessen Höhe selbst die Wolken zu berühren schien. In diesem Moment rief ich: ‚Um jeden Preis werde ich mit Gottes Hilfe gehen.‘ Und dann begann ich schräg in der Luft hinab in den Abgrund zu steigen, bis ich den Grund erreichte.“71

Die zahlreichen Zimmer könnte man als Symbol für die Sefirot oder für die Hechalot sehen. Wie Frank hinabsteigt, so steigen auch die Hechalot-Mystiker zur Merkawa hinab. Um an den Dienstengeln vorbeizukommen, benützen diese magische Siegel, Frank eine Rose. Das erste Zimmer kann nur die Schechina sein, da sie in kabbalistischen Schriften als Pforte in die göttliche Welt beschrieben wird.72 Die zwei Jungfrauen, die Frank begleiten, könnten Symbole für die obere und untere Schechina73 sein. Frank sieht die himmlischen Lehrhäuser und erfährt jene magische Erkenntnis, die bereits in der Hechalot-Mystik beschrieben wird: ohne Mühen und Schweiß die Geheimnisse der Tora sofort zu verstehen.74

Schließlich trifft Frank auf Sabbatai Zwi. Dieser erklärt ihm seine Machtlosigkeit und die Gefahren des Weges, auf dem so viele Vorfahren schon gescheitert sind. Wohin führt dieser Weg? Er führt zur „anderen Seite“, die Gegenwelt der Sefirot. Das weist auf die Theoretiker der sabbatianischen Kabbala, wie Cardozo, aber auch auf die Dönme hin. Sie hatten versucht die paradoxe messianische Lehre Sabbatai Zwis zu verstehen. Die Bestätigung der messianischen Tora sei das Gegenteil der Tora des Exils. Folglich muss man, wie Sabbatai Zwi, in die Welt der Schalen hinabsteigen. War es das Ziel der alten Kabbalisten, in die Welt der Sefirot aufzusteigen, so kann jetzt nur die Aufgabe heißen, sich zur „anderen Seite“, zur Welt des Bösen, auf den Weg zu machen. Das Symbol der frankistischen Lehre ist ein „V“. (Das V wurde Churchill von Aleister Crowley als Victory-Sign zur Abwehr des Hitlergrußes empfohlen) Zunächst führt der Weg steil nach unten in den Abgrund, in die Schwärze und Tiefe der dämonischen Gegenwelt. Dann aber soll er endlos hinauf zum Leben führen.

Das V-Zeichensteht für die hebräische 6, für das BÖSE, für Satanismus. 

Aufgrund von Visionen präsentierte sich Frank als „Auserwählter“. Er tritt allerdings nicht in die messianische Reinkarnationskette ein, die vom „Ersten“ und „Zweiten“ (Russo) konsequenterweise zu einem „Dritten“ übergeht. Denn dieser „Dritte“ sieht sich als Vollender der Aufgabe, an der sich bereits u.a. die Patriarchen, Moses, Sabbatai Zwi und Baruchia Russo versucht hatten. Dabei identifiziert sich Frank hauptsächlich mit Jakob, versteht sich aber nicht als dessen Reinkarnation. So wie Jakob auf Abraham und Isaak gefolgt ist, so folgte Frank auf Sabbatai Zwi und Baruchia. Aber der „wahre Jakob“ ist nicht der Messias ben David. Er geht dem wahren Messias, der „Jungfrau“, als Wegbereiter voran und übernimmt gewissermaßen die traditionelle Rolle des Messias ben Josef. Frank trat während seines Aufenthalts bei den Dönme nicht zum Islam über. Seine teils schockierenden Handlungen in Saloniki führten zum Konflikt mit jenen, die in Frieden, ohne Zusammenstöße mit der jüdischen Gemeinde und geduldet von der osmanischen Herrschaft, leben wollten.

Von DiesundDas

Er provozierte die Juden Salonikis und riskierte den Aufruhr. Es ist unklar, ob eine eventuell von Frank geplante Machtübernahme schlicht scheiterte. Vielleicht wurde er von den Dönme rasch abgeschoben und/oder als Dönme-Botschafter nach Polen geschickt. Als er von den türkischen Juden verfolgt wurde, konnte er jedenfalls mit keinerlei Unterstützung von Seiten der „Konyosos“ rechnen. Später, als er von den polnischen Rabbinern verfolgt wurde, wird er durch die Konversion zum Islam erneut im osmanischen Reich sein Glück versuchen.

Der Kontakt zwischen Dönme und Frankisten blieb auch über den Tod von Frank hinaus bestehen. So berichtete ein Dönme 1920 in Wien über Beziehungen zu bestimmten „Katholiken“ in Warschau. Frank wurde das Oberhaupt einer sabbatianischen „Kompanie“, den „Zohariten“ (vgl. Nietzsche: Also sprach Zarathustra) in Polen. Im Kampf um ein eigenes Reich für ihre Gruppe gerieten sie zwischen die Mühlen des polnischen Rabbinats und der katholischen Kirche Polens. Das podolische Rabbinat hatte die Frankisten aus den Gemeinden verbannt und sie 1756 für „vogelfrei“ erklärt. „Möge man sie aus der jüdischen Gemeinschaft ausschließen, mögen ihre Frauen und Töchter als Huren, ihre Kinder als Bastarde gelten, damit sie sich nicht mit uns vermischen können.“75

Der Text des Bannes, den der Lemberger Rabbiner Chaim Rappaport mit 13 anderen Rabbinern unterzeichnet hat, wurde unter dem Titel „Cherev pifioth“ (Scharfes Schwert) publiziert.76 Unter dieses scharfe Schwert fiel auch die Kabbala. Da man die mißverstandene Kabbala als Quelle für den Sabbatianismus ansah, wurde angeordnet, den Zohar erst ab dem 30. und die lurianische Kabbala erst ab dem 40. Lebensjahr studieren zu dürfen. Die Frankisten versuchten Hilfe durch die polnische Kirche zu bekommen und wollten als geschlossene Gruppe zum Christentum konvertieren.

Bischof Dembowski war damit einverstanden, aber nur unter der Voraussetzung einer offiziellen Disputation zwischen Frankisten und Rabbinat, um noch andere Juden von der Richtigkeit der Konversion zum Christentum zu überzeugen. Diese Disputationen fanden 1757 und 1759 statt, wobei die Frankisten auch nicht vor der Ritualmordlüge Halt machten. Aus der Not der Stunde heraus sah Frank nur noch in einer Scheinkonversion im Sinne der Dönme die letzte Möglichkeit, weiter bestehen zu können. Das taktische Ziel waren Schutzbrief und Ansiedlungsmöglichkeit. Zunächst sollten nur er und sein engster Kreis konvertieren. Dies entsprach der sabbatianischen Lehre, dass antinomistische und „befremdliche“ Taten nur der Messias vollziehen muss. Die Taufe als Notwendigkeit innerhalb der frankistischen Lehre wurde erst später, als es nicht mehr anders möglich war, aufgenommen. Dennoch vollzogen viele Frankisten schon jetzt die Taufe, Frank selbst 1759 in Warschau. 1760 wurde er unter Anklage des Scheinchristentums verhaftet und zu lebenslanger Festungshaft in Czenstochau verurteilt. Nach der ersten polnischen Teilung 1772 wurde Frank von den Russen befreit. Es ist unklar wann genau Frank in Offenbach angekommen ist. Nach der „Chronik“ war es am 3. März 1787. Eine Ausweisung von dem Haus Habsburg ist durch Dokumente nicht belegt.

Warum gerade Offenbach a. M.?

Der regierende Fürst Wolfgang Ernst von Ysenburg war bekannt, eine offenes Herz für „religiöse Schwärmer“ zu haben. Unter den protestantischen Ysenburgern war Frank vor der katholischen Inquisition geschützt. Daneben war Fürst Wolfgang Freimaurer. Wie bunt das Offenbacher Klima war, zeigt auch die Figur des ersten katholischen Pfarrers von Offenbach, Birkenfeld. Er schloß sich dem Illuminatenorden an und gründete 1812 die Offenbacher Freimaurerloge.77 Laut Trautenberger war Frank mit der Frau des Olmützer Festungskommandanten, Baron Bender, befreundet, die eine geborene Gräfin Ysenburg und ebenfalls Freimaurerin war. Baron Bender war im Juli 1785 nach Laxenburg versetzt worden.78

Gemäß dem Buch Zwischen Prophetie und Häresie: Jakob Franks Leben und Lehren (Seite 32) von Klaus Samuel Davidowicz ist das Symbol der frankistischen Lehre eine Jakobsleiter, die in Franks Vorstellungen wie ein „V” aufgebaut ist.

Kuenstler-will-in-Offenbach-eine-Jakobsleiter-errichten.jpg  (JPEG-Grafik, 512x314 Pixel)

Es ist aus den Quellen nicht ersichtlich, ob der „Baron von Frank“, wie er sich nun nannte, das Ysenburgische Renaissance-Schloß am Mainufer mietete oder kaufte. Dort residierte Frank zurückgezogen als eine Art unabhängiger Souverän in seinen letzten Lebensjahren. Hier wurden vermutlich die „Worte des Herrn“ beendet. Seine fürstliche Hofhaltung in der Offenbacher „Berseba“ wurden offensichtlich wiederum von der Warschauer und Prager Kompanie bezahlt. Die genauen Quellen der Finanzierung sind noch ungeklärt. Symptomatisch für die phantastischen Beschreibungen von Franks Hof in den zahlreichen Blättern jener Tage, ist die Beschreibung des Einzuges Franks. Es ist natürlich möglich, dass es sich so tatsächlich abgespielt hat, da Frank äußerlichen Pomp, Aufwand und sabbatianisch-grüne Uniformen sehr schätzte.

Selbst in der Öffentlichkeit war bekannt, dass die Warschauer Anhänger Franks ihn immer noch finanziell unterstützen. Dieser lebte als „Baron von Frank“ und keinerlei Verfolgungen sind für seine letzten Offenbacher Jahre bekannt. Auch wenn in den Zeitungsartikeln der Frankfurter Blätter jener Zeit viele Spekulationen verbreitet wurden, wer Frank und Eva waren, so war die jüdische Gemeinde in Offenbach79 über ihre wahre Identität unterrichtet. Daneben hat sich Frank offenbar von der offenen Missionstätigkeit unter den Juden zurückgezogen. Nach dem Offenbacher Memorbuch bestand kein Kontakt zwischen Frankisten und jüdischer Gemeinde.80

Ebenso wußte die hessische Obrigkeit sehr gut über Frank Bescheid. 1791 beauftragte der hessische Landgraf den Kreistagsgesandten, den Geheimen Rat von Barckhaus-Wiesenhütten, mit Erkundigungen über das Treiben der Frankisten in Offenbach.

  • „Der Aufenthalt eines fremden und unbekannten Menschen zu Offenbach, dessen Namen selbst, man nur mutmaslich weis, der ungemein große Aufwand, den er führt, und alle das Sonderbare und Geheimnisvolle, was ihn umgibt, haben die Neugierde des Publizi sehr lange erregt. Da dieser Mensch nun sogar bewaffnete Leute um sich versamlet, sofort dieses die Aufmerksamkeit des Herrn Kurfürsten zu Mainz und die Unsrige, erregen müsten.“81
Jakob Frank im Sterbebett umringt von paramillitärisch aufgerüsteten Fans.

Der Geheime Rat antwortete mit einer ausführlichen Brief, in dem er Frank als Ausläufer der Bewegung um Sabbatai Zwi bezeichnet.

  • „Die gegenwärtig in Offenbach wohnenden Pohlen sind Mitglieder dieser Gemeinde, und sie ist in Pohlen und (…) in Mähren ziemlich zahlreich. Nach ihrer Meinung sind die Mosaischen Gesetze zwar nicht ganz aufgehoben, haben aber doch die Heiligkeit und Verbindlichkeit, die ihnen die übrigen Juden beilegen, nicht mehr.“82 Und über den „Baron von Frank“ berichtete er: „Der Nahme Franck ist nicht sein eigener Familien Nahme, sondern der allgemeine Nahme, womit die polnischen Juden ihre türkischen Mitbrüder benennen; Sein eigentlicher Name ist mir unbekannt.“83

All die phantastischen Erzählungen und Beschreibungen über den Offenbacher Hof, wie sie vor allem die „Gartenlaube“, Schenck-Rinck, Quelle und andere Schreiber verbreitet haben, sind eher Produkte der Romantik und Schauerromantik. Hier sind bereits die Titel Programm: „Ein geheimnißvoller Glaubensfürst“, „Zwei fürstliche Geheimnisse neuerer Zeit“, „Die immerwährende Maskerade“ oder „Der Prophet von Offenbach“.84

In einer stillen Stunde am winterlichen Kamin haben sie sicher immer noch ihren Reiz, auch wenn die zuweilen vorkommenden antijudaistischen Tendenzen abgeschmackt sind. So versuchte Schenck-Rinck Eva von ihrer jüdischen Herkunft zu lösen: „Weder die Familie, noch insonderheit Fräulein Eva von Franck ließ in ihrer Persönlichkeit, Auftreten und Benehmen nicht im Entferntesten eine jüdische Abkunft vermuthen, ihr ganzes Auftreten war das einer geborenen Fürstin.“85 Auch in zeitgenössischen Autobiographien finden sich, wie z. B. Bei Karl Cäsar von Leonhard, Erinnerungen an Frank, worin ebenso Phantasie mit authentischem Material verwoben wurde:

  • „Schabbathaische Juden, Geschenke bringend, wallfahrten in Menge aus dem Osten nach Offenbach; die Stadt gewann durch solche Besuche und durch vorübergehende Niederlassungen. Das Ereignis machte tiefen Eindruck, von Mund zu Mund pflanzte sich die Kunde fort. Wenige Tage gingen vorüber, ohne dass mein Vater nicht Briefe erhielt von Offenbacher Befreundeten; einzelne Wahrnehmungen, Bemerkungen, Vermuthungen wurden mitgetheilt; von Allem wußte Niemand Rechenschaft zu geben.“86

Die Zahl der Anhänger, die sich im Schloß und in der näheren Umgebung angesiedelt hatten, dürfte nach neueren Erforschungen, zu Höchstzeiten nicht mehr als ca. 400 betragen haben.87 Die oft übertriebenen Zahlen in der Sekundärliteratur gehen auf einen Brief des Fürsten Wolfgang Ernst von Ysenburg an seinen Sohn Karl vom 14.3. 1792 zurück: „Bey 800 Polen sind hier wohnhaft.“88

Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass zahlreiche Anhänger eigens für Franks Beerdigung angereist waren, der am 10.12. 1791 an einem Schlaganfall verstorben war.

  • „12. Dezember 1791, Montags: Frank, von, H. Baron Jac. Jos. Haupt der hiesigen Polen, stirbt den 10. Morgens früh zwisch. 4. und 5, an einem Schlagfluß, alt etliche Jahre über 70. (Anm. begraben) um 4 Uhr Nachmittags, mit Geläut, nach Erlaubniss des Herrn Geh. Raths Nollenbeckß. Die Lutheraner haben auch geläutet und die Leiche mit Musik begleitet.“89

Beer berichtet anhand von Zeitzeugenberichten über die Beerdigung Franks. Dieser Bericht wird in ähnlichen Worten auch bei Leonhard90, in zeitgenössischen Blättern oder späteren Beschreibungen der Frankisten wiederholt nacherzählt:

  • „Alle seine damals in Offenbach anwesende Anhänger, deren Zahl zu eben dieser Zeit über 800 war, begleiteten die Leiche. Voran gingen die Weibspersonen, sowohl verheirathete als ledige, deren Anzahl ungefähr 200 war. Alle waren weiß gekleidet, die Haare mit weißem Band durchgeflochten, und hielten brennende Wachskerzen in der Hand. Nach ihnen kam die Leiche im offenen Sarge, getragen von seiner Dienerschaft, und eingehüllt in einen rothen seidenen, mit Hermelin gefütterten Talar, den er bei Lebzeiten gewöhnlich zu tragen pflegte. Zunächst dem Sarge folgten seine drei Kinder, dann die Dienerschaft nebst seiner siebenzig Mann starken Leibgarde, und den Beschluß machten, die übrigen Mannspersonen. Diese hatten eben so, wie die Weiber, brennende Fackeln in den Händen, ihre Haare waren mit einem weißen Bande gebunden, und ihre Arme mit weißem Flor umwunden. So ging der Zug durch Offenbach nach dem allgemeinen Begräbnißplatz hin. Man setzte die Leiche hier ab, deckte den Deckel auf den Sarg, der ganz mit weißem Atlas überzogen, und mit goldenen Fransen,Quasten und anderen Zierrathen versehen war. Um ihn in die Gruft zu lassen, gebrauchte man statt der Stricke weißes Tuch, womit der Sarg noch bekleidet wurde. Nun fing die ganze aus 800 Personen, Männer, Weiber und Kinder – denn auch diese wurden auf den Armen der Mütter der Leiche nachgetragen – auf einmal ein Jammergeschrei an, dass die Luft erbebte, und unzählige Thränen entströmten allen Augen.“91

Die weitere Geschehnisse rund um Eva, ihre aus Warschau zurückgekehrten Brüder Rochus und Josef und den Frankistenhof in Offenbach werden durch verschiedene Dokumente aus den dortigen Archiven, zahlreiche Zeitungsberichte und zeitgenössische Erinnerungen, sowie ausufernde Spekulationen über die „wahre Identität Evas“ dokumentiert.

Auch die Erinnerungen eines Moses Porges, der 1781 in Prag geboren wurde, sind erst bei einer Bearbeitung dieser Periode auszuwerten, da sie zur Geschichte der Prager und Warschauer „Kompanie“ gehören. Die Handschrift, in der Evas Träume und Visionen aufgezeichnet wurden, ist verloren. Für eine ausführliche Studie zu Leben und Lehre von Eva Frank, die angeblich am 7.9. 1816 in Offenbach gestorben ist, und den Frankisten im 19. Jahrhundert sind weitere Forschungen unentbehrlich.

  • „Wundert Euch nicht, wenn Ihr in regnerischer September- oder stürmischer Decembernacht die wankenden Gestalten auf dem ehemaligen Kirchhofe Offenbachs erblickt, das Haupt entblößt, das Knie gebeugt, die Seele in tiefer Andacht versunken – sie feiern die Tage, an denen der ‚heilige Vater‘, ‚die heilige Mutter‘ sich ‚unsichtbar gemacht‘, und beten kniend an den Gräbern von Jakob und Eva Franke.“92

Seine Lehre ist eine anarchistische Utopie von der erlösenden Kraft der Zerstörung, die durch den Weg in den Abgrund zum Leben führen soll. (Satanisten nennen dies den “Pfad zur linken Hand”). Vor dem Hintergrund der Krise der jüdischen Tradition im untergehenden Polen des 18. Jahrhunderts entstand eine sabbatianisch-kabbalistische Lehre im Geiste der Gnosis (“Erkennen“), wobei sufistische als auch chassidische Einflüsse nachweisbar sind.

Dieser Film ist wieder einmal gelöscht:

Ersatz:

KFZ-Holocaust, anarchistische Utopie und die erlösenden Kraft der Zerstörung ausgerechnet regelmäßig am “revolutionären 1.Mai”! Warum am 1. Mai? Wer hetzt Linke und Rechte auf? Wer finanziert die Mobilisierungsvideos , die Mobilisierungspropaganda auf beiden Seiten?

Aufgrund der sozialen und ökonomischen Verhältnisse der polnischen Judenheit kommt Frank zu dem Schluß wie viele Gnostiker vor ihm: Das Leid der Menschen ist fürchterlich, die Welt absolut böse und kann daher nicht die Schöpfung eines guten Gottes sein.93 Franks spirituelles Ziel war die kabbalistische Welt des Da‘at. Seine Lehre beruht auf der sabbatianischen Trinität, den „drei Bändern oder Knöpfen des Glaubens“, die bei ihm „heiliger König“, „großer Bruder“ und „Jungfrau“ heißen. Aber anders als in den komplexen, nur schwer einsichtigen Schriften von Nathan aus Gaza oder Abraham Cardozo bedient sich Frank einer äußerst einfachen, ja geradezu volkstümlichen Sprache.

Zur Unterstützung zieht er dabei hauptsächlich Zitate aus dem Pentateuch und dem Zohar sowie volkstümliche Geschichten aus der Kultur der Umgebung heran, die wortwörtlich zitiert bzw. paraphrasiert oder an die eigene Lehre angepaßt wurden. So wie die Chassidim die Worte eines BeSchT oder Nachman sammelten und aufzeichneten, so stellten Franks „Brüder“ die Worte ihres „Herrn“ zusammen.94

Die Welt ist für Frank die Schöpfung des Bösen, der wahre Gott ist absolut verborgen. Nur die Gläubigen können in seine Welten vordringen. Zwischen diesem guten Gott und den Menschen stehen die bösen drei Weltenlenker. Alle Gesetze, Regeln, Verordnungen unserer Welt sind Gesetze des Todes, die den Menschen abhalten, zum guten Gott zu gelangen. Daher muss man alle Gesetze der Welt aufheben, um zum Leben zu kommen.

Franks Weg ist gepaart mit der Vorstellung von der militärischen Disziplin, die ihn paradoxerweise begleitet. Der Soldat, der seinem General blindlings gehorcht und keine Befehle diskutiert, wurde von Frank (und von Hitler) idealisiert. Franks Ziel war der Weg zum großen Bruder Esau, einem mystischen Esau, der sich an einem Ort vor Gott befindet, einem Ort, wo es keine Gesetze gibt, nur das Leben. Der Frankist kann alle Gewänder der Welt scheinbar annehmen. So führt ihn sein Weg durch die Religion Edoms (gemeint ist der Katholizismus).

Mittelpunkt der frankistischen Lehre ist der neue Entwurf der Schechina. Frank bezeichnete sie als Jungfrau und verbot, den Begriff Schechina zu erwähnen.95 Nach Frank hatten sich bereits alle bedeutenden Vorväter, wie Abraham, Isaak, Jakob und Moses, um die Jungfrau bemüht, die sich in verschiedenen Personen, wie in Rahel, manifestiert hat.96

Frank behauptet, dass Sabbatai Zwi und David in Wirklichkeit weiblichen Geschlechtes gewesen seien. Da in ihnen die Messiasseele war, bedeutet dies, dass auch sie Verkörperungen der Schechina gewesen sind? Frank verneint dies. Sie wollten sie, die Schechina, führen. Doch sie scheiterten, genau wie alle anderen Vorväter. Moses Befreiung aus Ägypten konnte ebenso nicht vollständig sein, da das Fundament der Erlösung die Jungfrau sei.97 Sabbatai Zwis Weiblichkeit wäre geheim gewesen, daher konnte er nichts erreichen. Aber jetzt würde es durch die Jungfrau einen für alle Leute sichtbaren weiblichen Messias geben.98 Sabbatai Zwi hätte wie König David nur den Weg zu ihr gezeigt. Aber keiner hatte die Sache zu Ende geführt.

  • „Ihr dachtet, dass der Messias ein Mann sein wird. Aber das kann auf keine Weise sein, weil das Fundament die Jungfrau ist. Sie wird der wahre Messias sein, sie wird alle Welten führen, weil alle Waffen in ihren Händen sind.“99

In der Beschreibung der Jungfrau zieht Frank Elemente aus den Esthererzählungen heran.100 Stark beeinflußte ihn der Marienkult um die „Schwarze Madonna“ des Klosters von Czestochowa. Die „Schwarze Madonna“ führe zur anderen „Jungfrau“, zur Schechina. Die Taufe wird hierbei als notwendige Stufe gesehen. In Anlehnung an Bahir und Zohar, wo beschrieben wird, dass die Schechina wie eine Prinzessin in einem Turm ist, beschreibt Frank einen tatsächlichen Turm des Klosters.101

Noch im Kloster hat er in Anlehnung an die Marienverehrung kleine Porträts von Eva anfertigen lassen, die sich heute in der National Library in Jerusalem befinden. Eva als Verkörperung der Schechina war allerdings ein Element, das zu Franks Lebzeiten nicht in Erscheinung trat. Die Jungfrau war für Frank noch verborgen und seine Aufgabe war die, sie zu befreien. Die „Schwarze Madonna“ weist auf die wahre Jungfrau hin, deren Manifestation der endgültigen Erlösung vorangeht.

  • „Gehen die Könige und Herren zum Porträt der Jungfrau in Czenstochau nicht mit großer Demut? Sie sind klüger als ihr, weil sie wissen, dass alle Macht bei ihr ist und in ihrer Hand. So wie man sagte, dass Christus auferstanden ist, so wird auch sie sich aus der Erde erheben und vor ihr werden alle Königreiche dienen.“102

Natürlich stehen dabei die Anhänger Franks unter der Massa duma (Last des Schweigens) – sie schweigen über ihren eigentlichen Glauben. Aber nicht alle Frankisten sind diesen Weg konsequent bis zum Ende gegangen. Spätere Anhänger Franks standen zwar nach außen noch in der Tradition, hatten aber innerlich bereits einen absoluten Bruch mit ihr vollzogen und in ihren Vorstellungen eine radikale Aufklärung mit mystischen Akzenten verbunden. Da Frank in seinem Kampf gegen das rabbinische Judentum nicht vor Ritualmordlüge und Taufe Halt gemacht hatte, blieb er eine äußerst umstrittene Gestalt. Seine kabbalistischen Lehren wurden wenig beachtet.103 So schrieb sein früher Biograph Alexander Kraushar:

  • „Ungeordnet aus Fetzen der christlichen Dogmen und Zoharbegriffen, vereinigt mit fremdartigen okkulten Prinzipien, bringen sie ein Chaos der wertlosen Klänge hervor, die den Kopf des Hörers mit dem Strom der hebräischen, griechischen, babylonischen und den aus der weißen Magie entlehnten Worten, schwindlig machen, damit unter dem Druck einer solchen Mischung sein Wille schwindet und er sich blind den Befehlen der Ausleger ergibt.“104

Es geht nicht an, als Chronist der jüdischen Philosophie- und Geistesgeschichte, allein die Lehren eines Maimonides, eines Mendelssohns oder eines Moses Cordovero zu betrachten. Und nur weil Franks Biographie so erschreckend ist, dürfen dann seine kabbalistischen Lehren nicht salonfähig sein? Muss man sie als „haltloses Gestammel“ herabwürdigen, um eine Nichtauseinandersetzung zu legitimieren? Die Geschichte der frankistischen Gruppen im 19. und 20. Jahrhundert, wie das langsame Aufgehen der Frankisten in der polnischen Gesellschaft, sowie überhaupt die Erforschung der Kabbala in Deutschland und Österreich zur Zeit des Barocks und der Romantik sind noch nicht weit gediehen. Einige der vieldeutigen Mystiker, wie z. B. Ephraim Joseph Hirschfeld, stehen in einer gewissen Abhängigkeit oder auch Abgrenzung zum Frankistenhof in Offenbach.

  • Wikipedia: Gershom Scholem erwähnt die … orgiastischen Riten des Frauentauschs und der rituellen Unzucht (auch mit Kindern)… der antinomistischen Sabbatianer. Die Anhänger Franks verstanden dessen libertinistische Handlungen als Tiqqun (Handlungen zur Wiederherstellung der Ordnung, die bei der Schaffung der Welt verloren gegangen sein soll). In den USA gibt es heute Psychologen und Selbsthilfegruppen die sich auf die Behandlung der Missbrauchsopfer durch “okkulte Rabbis” spezialisiert haben.
  • Case of Jacob Frank and The Frankist Movement
    Jacob Frank and his followers went so far as to engage in orgies and incest in order to begin the Messianic era, a time in which all that was forbidden would supposedly be permitted. Condemned by the leading rabbis of his day, Frank sought refuge in Catholicism. As in the case of the Shabbateans (the followers of Shabbetai Zvi), some of Frank’s disciples continued to believe that he would reappear as the Messiah, but, of course, he did not. Once again, false messianism took its toll in lost hopes and despair.
Der Illuminaten-Orden wurde am 1. Mai 1776 durch Meyer Amschel Bauer/Rothschild, Spartacus Adam Weishaupt und Jakob Frank gegründet. Der 1. Mai , traditioneller Kampftag irregeleiteter Arbeiter und Chaoten, wurde von Hitler zum Feiertag erklärt.
 

Ein Symbol der Sekte ist die Pyramide. Diese findet sich nicht nur auf dem Dollar wieder sondern auch im Grundriss des KZ-Sachsenhausen.

Vergleiche: Okkulte NaZi(onisten), Sklavenhandel und Auschwitz. 

Im Sinn der Kabbalisten steht das Dreieck mit der Spitze nach oben für das Gute (und männliche) während das Dreieck mit der Spitze nach unten für das Böse (und weibliche) steht. Wehrmachtsangehörige als “Schutzhäftlinge” wurden mit einem Dreieck mit der Spitze nach oben gekennzeichnet. Interessant an dem Schild ist auch dass nur sog. “bibelforschende Juden” mit einer Häftlingsnummer erfasst wurden. Warum ausgerechnet nur “bibelforschende Juden”? 

Messias Rabbiner Schneerson, gefragt, wie der Holocaust habe geschehen können, wenn der Gott Israels die Welt regiert, sagte, es habe einen faulen Ast im Judentum gegeben, der abgesägt werden mußte.

Die Häftlingsnummern der “bibelforschenden Juden” wurden mit Lochkartenmaschienen der IBM-Tochter Hollerith verwaltet. Wozu? (IBM = International Business Machines = Internationale Geschäftsmaschienen!). Wozu? Um die Leute “ins Gas”, oder um sie nach Israel zu transportieren? Was symbolisiert der Schornstein auf dem Bild? Die einen erfasst vom illuminierten, rettenden Licht, die anderen mit Hilfe der Schornsteinfeger als NaZi-Spitzel durch den Schornstein?

Die Französische Revolution wurde gemäß Dr. Rabbi Antelman u.a. von Frankisten/Illuminaten/Freimaurern im Auftrag Rothschilds inszeniert.

Vor der Fransösischen Revolution gab es keine “Linken” und “Rechten” auf dem satanischen Pfad zur linken Hand. Die Spaltung der Gesellschaft in “Linke” und Rechte”, Männer und Frauen, Inländer und Ausländer, Raucher und Nichtraucher, Junge und Alte, Arbeitnehmer und Arbeitslose… dient gemäß dem Prinzip “teile und herrsche” (devide et impera) nur dem Zweck alle gegeneinander auszuspielen damit “die da oben” ihre Ruhe haben und sich die Dummen “da unten” gegenseitig fertig machen. Zum Ausgleich gibt es für die Dummen da unten, damit sie keinen Aufstand machen gerade soviel “Brot und Spiele”, HarzIV und Fussball, das sie die Klappe halten!

Denn der “echte” Holocaust hat an den Deutschen stattgefunden:

Heute findet der Holocaust an den Palästinensern statt:

http://www.porges.net/Frankists.html

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http://nwo-satanismus.blogspot.de/2009/09/jakob-leibowicz-genannt-frank-und-die.html

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Gruß

Der Honigmann

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