Im Vatikan ist der Teufel los – und weitere aktuelle Berichte aus Terragermania

Quelle: Siriusnetwork

http://siriusnetwork.wordpress.com/2012/06/12/im-vatikan-ist-der-teufel-los/

Veröffentlicht am 12. Juni 2012by

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Quelle Die vatikanische Büchse der Pandora — Tedeschis Rückversicherung

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Der frühere Chef der Vatikanbank , Gotti  Tedeschi, wird nun als Feind Nummer 1 des Heiligen Stuhls angesehen,

nachdem die Polizei einen Schatz von kompromittierenden Dokumenten über die finanziellen Machenschaften der Bank entdeckte. Die Vatikanbank, eine kriminelle Vereinigung, welche auch unter dem ehrwürdigen Namen Istituto per le Opere di Religione (IOR)(deutsch Institut für die religiösen Werke) firmiert, steht seit langem wegen ihrer ungewöhnlichen Geschäftspolitik im Fadenkreuz der Kritik.

Ende der 1970er Jahre gab es einen Skandal um undurchsichtige Geschäfte, in die das IOR und die Banco Ambrosiano sowie die Mafia verwickelt waren. Der Mord an Roberto Calvi (Juni 1982 in London) und an seiner Sekretärin und Vertrauten Graziella Corrocher († 17. Juni 1982) wurde dabei auch dem Vatikan angelastet. Eng mit diesem Skandal verknüpft ist der Name des damaligen Leiters des IOR, Erzbischof Paul Casimir Marcinkus. Diesem wurden Verbindungen zur italienischen Mafia nachgesagt.

Es wird vermutet, dass über die Banco Ambrosiano die geheime Finanzierung der Solidarność-Bewegung in Polen stattgefunden habe.

Der Zusammenbruch der Banco Ambrosiano und die Ermittlungen rund um diesen Bankrott, den Tod Roberto Calvis und Johannes Pauls I. entwickelten sich zu einer wirklichen Bedrohung nicht nur für das IOR, sondern für die Reputation des Vatikans schlechthin. Diese Geschehnisse sowie der Tod Johannes Pauls I. werden unter anderem im Film Der Pate III (1990) aufgegriffen und filmisch interpretiert. Beweise für die darin behaupteten Verbindungen liegen jedoch nicht vor.

In der Folge richtete Johannes Paul II. eine Aufsichtskommission von fünf Kardinälen ein, die so genannte Commissione Cardinalizia di vigilanza. Dieses Gremium soll darüber wachen, dass das IOR sich nicht mehr in dunkle Geschäfte verwickeln lässt oder diese selber initiiert. Mitglieder dieser Kommission sind derzeit (Stand 2008) die Kardinäle Tarcisio Bertone, Attilio Nicora, Jean-Louis Tauran, Telesphore Placidus Toppo sowie Odilo Pedro Scherer.

2009 erregte das Enthüllungsbuch „Vatikan AG“ des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi über das Finanzgebaren der Vatikanbank großes Aufsehen in Italien. Der Bankpräsident, Angelo Caloia, musste nach 20 Jahren an der Spitze der Vatikanbank zurücktreten.

Am 21. September 2010 beschlagnahmte die italienische Finanzpolizei 23 Millionen Euro von einem Konto des Instituts und leitete Ermittlungen gegen den Präsident der Bank, Ettore Gotti Tedeschi, und den Generalsekretär der Bank, Paolo Cipriani, wegen des Verdachts auf Geldwäsche ein. Tedeschi wies die Vorwürfe vehement zurück. Ein italienisches Gericht lehnte im Oktober 2010 die Forderung des IOR auf Freigabe der einen Monat zuvor beschlagnahmten 23 Millionen Euro ab. Auch wurden neue Vorwürfe gegen das IOR erhoben……

Seit Anfang April 2011 kann im Vatikanstaat Geldwäsche mit Haftstrafen bis zu zwölf Jahren, Terrorfinanzierung mit bis zu 15 Jahren bestraft werden…..

Anfang 2012 wurden erneut Details über angebliche undurchsichtige Geschäfte und Korruptionsfälle der Vatikanbank öffentlich. Im März 2012 kritisierte das Außenministerium der Vereinigten Staaten den Heiligen Stuhl und es kam zu einer Schließung eines Kontos des IOR bei JP Morgan. [Quelle: Wikipedia]

Anfang der Woche führte die Polizei eine Razzia im Haus und im Büro von Ettore Gotti Tedeschi durch. Die Polizei suchte nach Unterlagen in dem Bestechungsskandal bei der Finmeccanica. Die Finmeccanica S.p.A. ist einer der größten Industriekonzerne Italiens. In die ehemalige Staatsholding wurden in den 1990er Jahren fast alle italienischen Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtunternehmen eingegliedert. Die Firma wurde früher von einem engen Freund von Tedeschi geleitet.

Ettore Gotti Tedeschi Die vatikanische Büchse der Pandora    Tedeschis Rückversicherung

Tedeschi teilte der Presse mit, er habe die mit der Durchsuchung beauftragten Beamten zunächst für Killer gehalten.

Was die Polizei jedoch vorfand, war etwas gänzlich anderes. Sie stieß auf 47 Ordner mit privaten Kommunikationsaufzeichnungen, welche die inneren verborgenen Abläufe am Heiligen Stuhl beschreiben. Die Unterlagen enthalten Finanzdokumete, detaillierte Berichte über Finanztransaktionen und vertrauliche interne Berichte; all das wurde von Tedeschi gesammelt, um ein überzeugendes Bild der Korruption im Vatikan darstellen zu können…..

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Quelle und weiter: http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/die-vatikanische-buchse-der-pandora-tedeschis-ruckversicherung/

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