Trauriges Hunger-Schauspiel in US-Supermärkten

Quelle: der Honigmann sagt…

http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/06/12/trauriges-hunger-schauspiel-in-us-supermarkten/

12. Juni 2012 von honigmann

m letzten Tag jedes Monats stehen Hunderttausende Amerikaner nachts Schlange für Lebensmittel. Ab Mitternacht gelten die neuen Essensmarken. Noch nie waren so viele US-Bürger auf sie angewiesen. Von Martin Greive

Foodstamps

© Kai Nedden Im Wal-Mart in North Bergen, New Jersey, ist um Mitternacht die Hölle los: Zum 1. jeden Monats gelten die Essensmarken

Langsam setzt sich die Schlange vor den Einkaufskassen in dem Wal-Mart in North Bergen im amerikanischen Bundesstaat New Jersey in Bewegung. Viele Kunden gähnen gelangweilt, Jessica Morsch wird wenigstens von ihrem dreijährigen Sohn abgelenkt, der trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit quietschfidel ist.

Die 21-Jährige ist an diesem Abend wie so viele andere aus der Nachbarschaft kurz vor Mitternacht zum Shoppen gefahren. Ihr Einkaufswagen ist so voll gepackt, dass die Lebensmittel fast herausfallen: ein Riesen-Sack Reis liegt darin, Brot, Wasserflaschen, Aufschnitt, etwas Gemüse, Babynahrung.

“Ich muss genau auf die Preise achten”, sagt Morsch. “Luxusartikel kommen für mich mit meinen monatlich 500 Dollar Essensmarken für drei Personen nicht infrage.”

Immer am letzten Tag eines Monats gibt es in vielen Supermärkten Amerikas ein trauriges Schauspiel. Wal-Mart etwa macht dann noch mehr Umsatz als sonst. “Wenn man sich überlegt, warum Menschen mitten in der Nacht an diesem speziellen Tag in unsere Supermärkte gehen, kann es dafür nur eine Erklärung geben”, sagt Wal-Mart-Chef William Simon. “Sie haben Hunger.”

Um Punkt Mitternacht, wenn der nächste Monat beginnt, lassen sich die neuen “food stamps” einlösen. “Food stamps” ist noch heute der gebräuchliche Begriff, tatsächlich allerdings bekommen die Bedürftigen längst nicht mehr Gutscheine aus Papier – sondern Plastikkarten, die mit dem Monatswechsel automatisch aufgeladen werden.

Jeder Siebte braucht staatliche Unterstützung

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Zahl der Amerikaner, die solche Karten im Portemonnaie tragen, in die Höhe geschossen. Im März bezogen 46,4 Millionen Bürger Essensmarken – 70 Prozent mehr als vor Ausbruch der Finanzkrise.

Inzwischen ist jeder siebte Amerikaner beim Einkauf von Lebensmitteln auf staatliche Unterstützung angewiesen – ein neuer Rekord. Und der Bedarf soll noch viel höher liegen; denn viele Menschen stellen aus Scham oder Unwissenheit keinen Antrag.

[….]

http://www.welt.de/wirtschaft/article106483150/Trauriges-Hunger-Schauspiel-in-US-Supermaerkten.html

.

….und wann ist es bei uns soweit ?

Gruß

Der Honigmann

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