«Allianz des Geldadels» will gemeinsam die Macht erhalten – Schweiz ist besonders im Fadenkreuz

Quelle: staseve

http://staseve.wordpress.com/2012/07/17/allianz-des-geldadels-will-gemeinsam-die-macht-erhalten-schweiz-ist-besonders-im-fadenkreuz/

Veröffentlicht am 17. Juli 2012by

von Dr. Eike Hamer, Verleger von «Wirtschaft Aktuell», Hannover Zum Artikel von Prof. Stahel «Der Zerfall der EU und das russisch-deutsche Kondominium über Rest-Europa» (siehe S. 1 dieser Ausgabe) ist noch die vor wenigen Wochen in die Öffentlichkeit gelangte Meldung hinzuzudenken, wonach sich die beiden Hochfinanzgruppen der europäischen Rothschilds und der amerikanischen Rockefellers zusammentun. So konnten sich die Rothschilds mit mehr als einer Sperrminoriät in ein zentrales Finanzvehikel der Familien Rockefeller einkaufen. Der Spiegel meldete dies am 30. Mai unter dem Titel: «Allianz des Geldadels: Rockefellers und Rothschilds verbünden sich.»* Der Fakt, dass die bisher meist rivalisierenden Finanzgruppen zumindest einen Burgfrieden schliessen, zeigt, dass die allgemeine Lage brenzlig für sie ist, ihre Machtpositionen gefährdet sind und sie nur gemeinsam erhalten werden können. Beide Gruppen sind stark an der FED (US-Notenbank) beteiligt, welche die Währung druckt, die für das um Grössenordnungen stärker als die EU verschuldete Amerika. Aber dies nur nebenbei. Gewollt oder ungewollt sind die massgeb­lichen Finanzkräfte des Westens in eine Auseinandersetzung mit mehreren Fronten geraten. Einerseits versuchen sie, die in der Finanzkrise in Frage gestellte Herrschaftsposition zu erhalten, indem der selbstbewusst gewordene, gebildete Mittelstand und die verarmenden Schichten in harten Griff genommen werden. Andererseits ist ein aufstrebendes Asien nicht bereit, die bisherigen Herrschaftsansprüche weiter hinzunehmen. China, Russland und die als «Schurkenstaaten» in die Opposition gezwungenen aufstrebenden Volkswirtschaften lehnen das Dollar­imperium bzw. das Herrschaftssystem dieser Kräfte ab. Sie bringen damit die Expansion des «Westens» (Globalisierung) ins Stocken. Die Auseinandersetzungen mit der eigenen Bevölkerung schwächt die westlichen Volkswirtschaften, während die aufstrebenden Ökonomien Asiens und der rohstoffreichen «Schurkenstaaten» erstarkten. Sie haben nicht nur Agonie und Chaos nach dem Zusammenbruch des Sozialismus überwunden (Schocktherapie), sondern bauten neues Selbstvertrauen auf. Zunehmend versuchen deshalb Teile der westlichen Wirtschaft, durch Kooperation mit diesen aufstrebenden Volkswirtschaften aus der Krise zu kommen, und verlangen von der Politik entsprechend gute Beziehungen zu diesen Ländern. Dies aber fürchtet die «massgebliche Hochfinanz» der westlichen Welt – insbesondere wenn die Kooperation von Firmen ausgeht, die Rothschild und Rockefeller nicht voll kontrollieren. Sie fürchten von Geschäften fern gehalten zu werden und die Kontrolle über diese ihnen ohnehin nicht gehorchenden Firmen zu verlieren. Dieser in den 60 vergangenen Friedensjahren entstandene und erstarkte Mittelstand muss zwar über Steuerlasten verschiedene Projekte wie die EU oder die Sozialstaaten finanzieren, stört aber doch, weil er überzeugt werden muss und man ihnen nicht einfach befehlen kann. Die Schweiz ist diesbezüglich noch mehr im Fadenkreuz, weil nicht nur die Machtteilung und die Befragung der Bevölkerung institutionalisiert ist, sondern sie auch demokratisches und wohlhabendes Positivbeispiel für die Bürger im Herzen Europas ist. Hier kreuzen sich also die Bruchlinien der «massgeblichen Finanzkräfte». Entsprechend glauben sie wohl durch Ausplünderung des Mittelstandes diesen schwächen, besser kontrollieren und die aufstrebenden Ökonomien auf Abstand halten zu können. Nicht die sich emanzipierenden Bürger sind das Problem der westlichen Welt, sondern das totalitäre Herrschaftskonzept der sich abzeichnenden «neuen Weltordnung», auch wenn sie getarnt ist als gelenkte oder partizipative Demokratie à la Kretschmann. Man will diese Suppe nicht essen, man hat schon besseres gekostet. Die Auseinandersetzungen mit der «eigenen Bevölkerung» und der Aufstieg Asiens und Russlands erfordern die zumindest vorübergehende Einigkeit der rivalisierenden Hoch­finanzgruppen innerhalb der Machtzirkel. Ihre Kräfte werden ohnehin bis an den Rand der Möglichkeiten gefordert. Nach einer Konsolidierung der Machtstellung ist es möglich, dass sie später wieder auf die internen Verteilungskämpfe zurückfallen. Bis dahin wollen sie gemeinsam die Macht gegen die Bürger verstärken und den äusseren Feind erobern. Man sollte die geopolitischen Reibungen in Libyen, Syrien und Iran also nie betrachten, ohne die domininierenden Hochfinanzgruppen und ihre Interessen hinzuzudenken. Dieser Schulterschluss von Rothschild und Rockefeller muss noch vertieft durchdacht werden. Er ist noch nicht verstanden. Für uns Bürgerinnen und Bürger heisst es, dem Abbau und der Erosion aller demokratischen Strukturen oder Plänen wie dem ESM, Regionalisierung, Metropolitanräumen usw. konsequent, kampfeslustig und entschlossen entgegenzutreten. Einen ganz grossen Nachteil hat die Hochfinanz. Es sind nur wenige – und ihre Beauftragten fürchten die Aufdeckung.     •

* www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/familien-rockefeller-und-rothschild-verwalten-gemeinsam-vermoegen-a-835972.html

Quelle: Zeit-Fragen (Schweiz) vom 16.07.2012

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