Gold und Silber: Die wahren Weltwährungen

Quelle: krisenfrei – 08/10/2012

http://krisenfrei.wordpress.com/2012/10/08/gold-und-silber-die-wahren-weltwahrungen/#more-5365

Gold und Silber: Die wahren Weltwährungen

Einleitung

Die USA, oder besser gesagt, Das FED-Kartell, veröffentlicht seit 2006 die Geldmenge M3 nicht mehr. Ein Staatsgeheimnis? Davon ist wohl auszugehen. Schließlich ist deren grünes Klopapier (noch) als Weltleitwährung anerkannt, mit der weltweit alle Rohstoffe fakturiert werden. Von daher braucht jedes Land US-Dollar um z.B. auf dem Weltmarkt Rohöl u.a. Rohstoffe zu kaufen. Das FED-Kartell hat es immerhin geschafft, die Kaufkraft des Dollars in den letzten 100 Jahren um 97 Prozent zu verringern. Die Leidtragenden sind nicht nur die US-Bürger, sondern alle Länder dieser Welt, denn mit dem Dollar als Weltleitwährung exportiert die USA die Inflation ihrer Währung in die ganze Welt.

Saddam Hussein (Irak) und Muammar Gaddafi (Libyen) haben erkannt, dass es ein schlechtes Geschäft war, ihr Öl in Dollar zu tauschen. Gold statt Dollar für ihr Öl war ihnen lieber. Den USA passte diese Idee überhaupt nicht und …

Der Rest ist bekannt!

Staatsverschuldungen

Die USA haben mittlerweile eine Staatsverschuldung von über 16 Billionen Dollar. In reinen  Zahlen ausgedrückt:

> 16.000.000.000.000

Eine unvorstellbare Summe, die offiziell ausgewiesen wird. Die reale Verschuldung der USA liegt aber um ein Vielfaches höher. Die tatsächliche Staatsverschuldung der USA soll angeblich über 70 Billionen Dollar betragen.

In 2011 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA in etwa 15 Billionen Dollar. Somit sind die USA mit über 100 Prozent verschuldet. Bei einer tatsächlichen Staatsverschuldung von über 70 Billionen Dollar hätte die USA eine Staatsverschuldung von unvorstellbaren 470 Prozent zum BIP.

Nach einer Studie von Reinhart und Rogoff (2010) ist ab einer Staatsverschuldungsquote von 90 Prozent die Grenze der Belastbarkeit eines Landes erreicht. Länder, die eine derart hohe Staatsverschuldung aufweisen, stoßen an eine Wachstumsgrenze.

Das derzeit bekannteste Beispiel ist Griechenland, das eine Staatsverschuldung von mehr als 165 Prozent hat. Und von Wachstum in Griechenland ist weit und breit nichts zu erkennen. Im Gegenteil.

Entsprechend der Studie von Reinhart und Rogoff war Griechenlands Belastbarkeit bereits 1995 weit überschritten, denn in diesem Jahr hatte Griechenland eine Staatsverschuldung von 97 Prozent (Quelle). Danach nahm die Staatsverschuldung von Griechenland, bis auf wenige Ausnahmen, von Jahr zu Jahr zu.

Aber nicht nur die USA und Griechenland haben wegen ihrer Staatsschulden die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht, sondern auch noch andere Staaten. Der Rekordhalter, wenn wir es sportlich betrachten, sind die Japaner, die über eine Staatsverschuldung zum BIP von weit über 200 Prozent verfügen. In der folgenden Tabelle sind Staaten aufgelistet, die geschätzt in 2012 eine Staatsverschuldung zum BIP ausweisen werden:

Japan 238 Griechenland 189 Italien 121 Irland 115 Portugal 112 USA 105 Belgien 94 Frankreich 89 Großbritannien 85 Kanada 84 Deutschland 82 Österreich 74 Spanien 70

Quelle: wikipedia

Alles zukünftige Pleitekandidaten? JA, denn die Staatsschulden dieser Länder werden in den nächsten Jahren weiter zunehmen, zumal für die Zinsen der Altschulden immer neue Kredite aufgenommen werden müssen.

Gründe für einen Anstieg von Edelmetallpreisen

Niedrige Zinsen und Inflation

Die Leitzinsen der US-Notenbank (FED) und der europäischen Zentralbank (EZB) befinden sich auf einem historischen Tief. Die USA und die EURO-Länder sind dermaßen hoch verschuldet. Aufgrund dieser Tatsache sind der FED und der EZB die Hände gebunden, die Leitzinsen zu erhöhen. Mit jedem Prozent mehr würden sich die Staatsschulden nur noch weiter anhäufen. Allein schon wegen der Zahlungen der bisherigen Schuldzinsen müssen sich die Staaten immer mehr verschulden.

In Deutschland z.B. beträgt die tägliche Neuverschuldung ca. 80 Mio. Euro. Wer da auch nur ansatzweise an eine Entschuldung glaubt, muss entweder in Mathematik geschlafen haben, oder glaubt immer noch an die Lügen, die uns die Politiker täglich per Staatsmedien in jeglicher Form servieren.

Der volkswirtschaftliche Gedanke, die Staatsverschuldung über steigende Inflation zu bremsen oder abzubauen, ist zwar in den Medien im Gespräch und politisch vielleicht sogar gewünscht, aber bei derart niedrigen Zinsen kaum vorstellbar.

Dennoch ist zu beobachten, dass gerade die Energie- und Lebensmittelpreise in letzter Zeit stark angezogen sind. Die Asset-Inflation ist auch noch kaum aufzuhalten. Unter Assets sind z.B. Aktien, Immobilien, Gold und Silber zu verstehen.

Eine anziehende Inflation in den kommenden Monaten/Jahren werden die Gold– und Silberpreise langfristig auf neue Höchststände katapulieren.

 

Geldmengenausweitung und Goldpreisentwicklung

Wie oben bereits erwähnt, hat das FED seit 2006 die Geldmenge M3 nicht mehr veröffentlicht. Würden sie es tun, würden wahrscheinlich die Dollar-Gläubiger sofort ihre grünen Scheinchen in Form von US-Anleihen auf den Markt werfen. Warum wohl tut sich der Lügen-Baron des FED, Ben Bernanke, schwer, das Kind (QE 3) beim Namen zu nennen. Am Freitag, den 31. September, deutete er in Jackson Hole an, dass QE 3 aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit möglich sei. Wie wir bereits wissen, haben QE 1/QE 2 auch keine nennenswerte Reduzierung bei der Arbeitslosigkeit in den USA gebracht. So wird das US-Volk immer wieder belogen und unendlich hoch verschuldet.

Quantitativ Easing (QE) bedeutet nichts anderes, als dass die Geldmenge ins Unermeßliche ansteigt und die Kaufkraft des Dollars zunehmend schwindet. Allein die Andeutung von Bernanke zu QE 3 trieb sowohl den Gold-und Silberpreis noch am gleichen Tag in die Höhe (ca. 35 USD und ca. 20 Euro bei Gold). Da davon auszugehen ist, dass die Arbeitslosigkeit in den USA in den nächsten Monaten nicht signifikant sinkt, ist QE 3 bereits beschlossene Sache. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney kündigt zwar in seinem Wahlprogramm an, dass er min. 12 Mio. neue Arbeitsplätze schaffen will, aber wer solche Wahlversprechen auch nur ansatzweise glaubt, kann wohl kaum über einen IQ von über 70 verfügen.

Die EZB unter Mario Draghi, der ein verlängerter Arm von Goldman Sachs (für die, die es nicht wissen, die Goldman-Verbrecher sind Mitinhaber der US-Notenbank FED) ist, ist kein Deut besser. Mehr zu Draghi und anderen Fühlern der FED-Krake finden Sie hier.

Wie folgende Grafik zeigt, hat sich die Geldmenge M3 in der Eurozone von 1980 bis heute in etwa verzehnfacht. Von einer Billion Euro auf knapp 10 Billionen Euro.

Quelle: wikipedia

Im Jahr 2002, als der Euro als staatliches Zwangsgeld zum offizielen Zahlungsmittel erklärt wurde, betrug die Geldmenge M3 in der Eurozone rund 5,4 Billion Euro. Im Juni 2012 waren es knapp 10 Billionen Euro.

Goldpreisentwicklung

Von der Tendenz her hat sich der Goldpreis ähnlich entwickelt wie die Geldmenge, wie folgende Grafik zeigt.

Am 6. September 2012 hat der EZB-Chef Mario Draghi mit den Aufkäufen von Staatsanleihen durch die EZB klar zu verstehen gegeben, dass er nicht beabsichtigt, die Geldmenge in der Eurozone zu verringern. Ganz im Gegenteil. Als Befehlsempfänger von Goldman Sachs verfolgt er die gleiche Geldpolitik wie das FED: Geld drucken ohne Ende.

Diese vermehrte Geldorgie wird früher oder später zu einer Inflation im zweistelligen Bereich führen. Die EZB als angeblicher Währungshüter steckt spätestens dann in einer Zwickmühle. Bei einer ausufernden Inflation ist sie praktisch gezwungen, die Leitzinsen zu erhöhen. Dieser Schritt würde aber die hochverschuldeten Staaten große Probleme bereiten. Die EZB und das FED haben schon längst ihr Pulver verschossen.

Eine Inflationsrate von 4-5 Prozent und mehr im kommenden Jahr ist vorprogrammiert. Die Gold- und Silberpreise werden sich aller Voraussicht nach der Inflationsrate nach oben hin anpassen. Neue Höchststände bei Gold und Silber scheinen bei dieser expansiven Geldpolitik nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Physische Nachfrage von Zentralbanken und Investoren

Für alle Zentralbanken bzw. Staaten gilt Gold als Wertaufbewahrungsmittel, als eine Art Notgroschen vor Währungsturbulenzen. Vor allem aber ist Gold eine Absicherung gegenüber dem Misstrauen von Papierwährungen, die wie oben beschrieben, stetig inflationieren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Gold in einem neuen Währungssystem eine bedeutende Rolle spielen könnte.

Seit einiger Zeit haben Goldkäufe mehrerer Staaten, z.B. von China, Russland und einigen Schwellenländern, zugenommen. Nach Informationen des IWF haben „Russland, die Türkei, Ukraine und Kasachstan zusammen rund 25 Tonnen gekauft. Im Falle von Russland haben sich die Goldbestände auf 911,3 Tonnen und damit den höchsten Stand seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1993 erhöht“ (goldseiten).

Zentralbanken haben ihre Goldkäufe aufgestockt „und kauften im zweiten Quartal 157,5 Tonnen, wie die Rohstoffanalysten der Credit Suisse im heutigen „Research Daily“ berichten. Dies sei die größte Menge an Goldkäufen von Zentralbanken, seit diese im Jahr 2009 zu Netto-Goldkäufern geworden seien, hieß es. „Wir sind der Auffassung, dass die Zentralbankaktivität in den kommenden Quartalen ein Haupttreiber der Goldpreise sein könnte“, so die Credit-Suisse-Analysten“ (godmode-trader).

China hat weltweit die meisten Dollarreserven. Still und heimlich schichtet China dieses wertlose Papiergeld in Unternehmungsbeteiligungen, in Rohstoffen und in echtes Geld (Gold und Silber) um. „Der World Gold Council prognostiziert, dass die Goldnachfrage in Indien dieses Jahr bis auf 650 Tonnen Gold sinken könnte. Im Jahr 2011 betrug die Nachfrage in dem Land 933 Tonnen. Für China erwartet der WGC hingegen einen wachsenden Goldbedarf – in Höhe von 10 Prozent auf 850 Tonnen. Damit könnte China zum weltweit größten Goldmarkt werden“ (faz).

Nicht nur China, Russland, die Türkei, sondern viele andere Länder erhöhten in letzter Zeit ihre Goldbestände. Der Hintergrund ist vermutlich nicht allein der Glanz des Goldes. Wie wir wissen, besitzt jedes Land US-Dollar, um Rohstoffe auf dem Weltmarkt zu erwerben. In naher Zukunft aber könnte der Fall eintreten, dass der US-Dollar weltweit als Zahlungsmittel für Rohstoffe nicht mehr akzeptiert wird. Und dann?

Wie neulich bekannt wurde, haben laut Daten der US-Börsenaufsicht SEC zwei bekannte Hedge-Fonds-Manager, George Soros und John Paulson, im zweiten Quartal dieses Jahres ihre Goldbestände kräftig aufgestockt. Noch im letzten Jahr hatte Soros größere Mengen Gold verkauft, weil er der Meinung war, Gold befände sich derzeit in einer Blase. Kurze Zeit später erreichte Gold ein Rekordhoch von ca. 1.920 US-Dollar/Unze.

„Soros Fund Management hat im Quartalsvergleich seine Einlagen zum 30. Juni auf 884.400 Anteile mehr als verdoppelt. John Paulson stockte die Zahl seiner Anteile um 26 Prozent auf 21,8 Millionen auf. Es ist das erste Mal seit dem ersten Quartal 2009, dass der als großer Goldfan bekannte Investor wieder zukauft.“ (Quelle: ftd)

Warum so plötzlich diese Kehrtwende dieser Herren, wobei sie doch auf nichts anderes aus sind als auf Gewinnmaximierung? Haben sie vielleicht auch langsam erkannt, dass Papierwährungen früher oder später gegen NULL tendieren? Vertrauen sie etwa nicht mehr ihrer Währung, dem so hochgelobten Dollar? Man weiß es nicht, aber diese Herren haben großen Einfluss und wissen sicherlich mehr, wie es in Zukunft um den Dollar bestellt ist.

Wie dem auch sei, „Die Goldrallye ist noch lange nicht zu Ende“, so titelte Anfang September das Handelsblatt.

Im Gegenteil, auch wenn die System-Medien ständig über eine Goldblase berichten:

Die Gold- und Silberrallye hat noch gar nicht begonnen!

Staatsverschuldungen ohne Ende

Weltweit hat sich ein Schuldenberg aufgetürmt, der früher oder später nur in einen gewaltigen Schuldenschnitt, einer Währungsreform oder in reihenweise Staatsbankrotte enden wird. Die folgende Grafik zeigt die unvorstellbare, weltweite Staatsverschuldung.

Die globale Verschuldung oder die Welt auf Pump wird hier wunderbar in diesem Video dargestellt.

Ein Ende der Staatsverschuldungen ist weit und breit nicht in Sicht. Lassen Sie sich nicht von dem von Politikern genannten Begriff „Schuldenbremse“ irritieren. In einem Zinsgeldsystem, das derzeit herrscht und von dem nur die Super-Reichen profitieren, kann es gar keine Schuldenbremse geben. Der Begriff „Schuldenbremse“ stammt aus der Politik und kann somit nur als eine Lüge betrachtet werden.

Die US-Schulden türmen sich bereits wie ein Wolkenkratzer in den Himmel. Eines Tages wird dieser Wolkenkratzer in sich zerfallen. Die USA kann nicht pleite gehen? Nach der hier simulierten Grafik sieht es aber nicht danach aus.

Wie neulich bei Goldmoney zu lesen war, werden die ungedeckten Verbindlichkeiten im Sozialversicherungssystem in den USA, halten Sie sich fest, auf 222 Billionen US-Dollar geschätzt.

„Zwei Korrespondenten von Bloomberg berichteten am 8. August, dass die zukünftigen außerbilanziellen Verbindlichkeiten des amerikanischen Staates im letzten Jahr um 11 Billionen US-Dollar anwuchsen. Dieser Anstieg ist „zehn Mal so groß wie das offizielle Defizit“ und die Summe dieser „unfunded liabilities“ – zu Deutsch: ungedeckte Verbindlichkeiten im Sozialversicherungssystem – wird inzwischen auf 222 Billionen USD geschätzt. Die Autoren basieren ihre Schätzungen auf Zahlen des Haushaltsausschusses des US-Kongresses. Unter diesem Gesichtspunkt gerät die Diskussion über das als „fiskalischen Abgrund“ bekannte Auslaufen der von Bush eingeführten Steuersenkungen zur Nebensache. In der Zwischenzeit wird das deutsche Bundesverfassungsgericht am 12. September damit konfrontiert werden, dass die möglichen Kosten aus den Euro-Rettungsschirmen für Deutschland bereits 2 Billionen Euro betragen und um weitere 1,7 Billionen ansteigen könnten. Dies zeigt, wie sehr sich die Dimensionen seit der letzten Euro-Entscheidung des Gerichts gewandelt haben, als dieses Risiko im vergangenen Jahr noch auf gerade einmal 170 Mrd. Euro geschätzt wurde.“ (goldmoney)

Trifft dies zu, dürfte sich der Schuldenturm in der simulierten Grafik nochmals verdoppeln. Wer bei dieser unvorstellbaren Schuldendimension noch behauptet, die Gold- und Silberpreise befinden sich in einer Blase, muss schon einen gehörigen Dachschaden haben.

Wir befinden uns vielmehr in einer Schulden- und Staatsanleihenblase. Man muss nur nach Japan, Südeuropa (Griechenland, Italien, Portugal) und die USA schauen. All diese Länder haben eine Staatsverschuldung von 100 Prozent zum BIP und weit darüber hinaus. Alles zukünftige Pleitekandidaten. Und was ist mit dem Rest der Welt? Musterknaben gibt es nur ganz wenige, die es nicht lohnt zu erwähnen, zumal sie als Globalplayer kaum von Bedeutung sind.

Die US-Notenbank (FED), die größte Gelddruckmaschine der Welt

Chef dieser Gelddruckmaschine ist Ben Shalom Bernanke. Er entstammt einer jüdischen Familie.

„Am 24. Oktober 2005 wurde Bernanke von Präsident Bush zum Nachfolger von Alan Greenspan als Notenbankchef vorgeschlagen. Er wurde am 1. Februar 2006 durch den Kongress gewählt. Bernankes Nominierung zum Chef der „Fed“ wurde von der Fachwelt überwiegend begrüßt. Die Nominierung als Greenspan-Nachfolger war erwartet worden. Am 25. August 2009 wurde Bernanke von Präsident Barack Obama für eine zweite vierjährige Amtszeit ab Februar 2010 nominiert.

Bernanke gilt als pragmatischer Ökonom ohne tiefe ideologische Grundsätze. Er steht für eine ähnlich wie unter Greenspan auf Preisstabilität ausgerichtete Geldpolitik. Die vor einigen Jahren in den USA und anderen Ländern befürchtete Deflation hielt Bernanke für keine große Gefahr: „Die US-Regierung  verfügt über eine Technologie, genannt Druckerpresse (oder heute ihr elektronisches Äquivalent), die ihr die Produktion so vieler US-Dollars erlaubt, wie sie wünscht – und das ohne Kosten.“ Am 13. Januar 2009, vor dem Hintergrund der Finanzkrise ab 2007, erklärte er, keine Geldpolitik der einfachen quantitativen Lockerung zu betreiben, sondern eine Politik des „credit easing“.

Von seinen Kritikern sei Claus Vogt (Das Greenspan Dossier) erwähnt, demzufolge er einmal angeregt haben soll, Dollars im Deflationsfall tatsächlich mit dem Hubschrauber abwerfen zu lassen, weswegen er in Finanzkreisen auch „Helicopter-Ben” genannt wird.“ (Quelle: wikipedia)

Ein pragmatischer Ökonom, der für eine Preisstabilität ausgerichtete Geldpolitik steht? Seine bisherigen Maßnahmen (Quantitativ Easing) sprechen allerdings eine andere Sprache. Seine bisherigen QE-Programme, mit denen er den US-Arbeitsmarkt ankurbeln wollte und den US-Steuerzahler Milliarden kostete, verpufften. Sie halfen lediglich den großen US-Banken. Mit seinem neuen QE3-Programm pumpt er weitere Milliarden in die amerikanische Wirtschaft, wobei auch hier wieder nur die Banken profitieren.

Nach der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses im September gab „Helicopter Ben“ bekannt, dass die US-Notenbank für sagenhafte 40 Mrd. Dollar pro Monat Immobilienpapiere ankaufen werde, um den schwachen Häusermarkt zu stärken. Der Goldpreis stieg nach dieser Meldung um ca. 38 US-Dollar und gut 20 Euro.

Auch die nahezu Null-Prozent-Zinspolitik soll bis 2015 unverändert bleiben. Die Banken, deren größter Freund Ben Bernanke ist, freuten sich über diese Geschenke.

Die EZB mit „Goldman“-Draghi an der Spitze steht dem nichts nach und will Staatsanleihen von EU-Krisenländern aufkaufen. Auch darüber freuen sich die Banken, denn mit dieser Maßnahme können sie ihre Schrottanleihen an die EZB übertragen. Unsere Politmafia hat da keine Einwände, denn der Steuerzahler haftet ja.

Die Derivate-Bombe

Noch fließt das viele Geld, dass das FED und die EZB tagtäglich vermehren, zum Großteil in Derivate und in die Aktienmärkte. Derivate sind hochspekulative Finanzinstrumente, die durch nichts gedeckt sind. Bei Aktien hingegen steht ein Unternehmen mit einem gewissen Wert dahinter. Das Volumen aller Derivate liegt in etwa bei 700 Billionen Dollar. Zum Vergleich stehen an den Kapitalmärkten weltweit Anleihen und Aktien im Gesamtwert von 110,5 Billionen Dollar gegenüber, so der Vermögensverwalter Bennewitz.

“Auf einen US-Dollar in Anleihen kommen sieben weitere US-Dollar in Zinsderivaten”, rechnet der Vermögensverwalter vor. Derivate auf Zinspapiere, außerbörsliche und börsennotierte, dominierten mit einem Marktanteil von 75,1 Prozent und einem Gesamtvolumen von 516,3 Billionen US-Dollar die internationalen Derivatemärkte.“ (Quelle)

Diese Zahlen sind bereits zwei Jahre alt, wie man der Quelle entnehmen kann. Die heutigen Zahlen dieser sogenannten finanziellen Massenvernichtungswaffen sind sicherlich nicht wesentlich heruntergefahren worden. Im Gegensatz zu den durch nichts gedeckten Derivaten liegt die jährliche, weltweite Produktion aller Waren bei etwa 50 Billionen Dollar. In diesem Kontext kann von überteuerten Goldpreisen nicht im entferntesten die Rede sein, zumal diese Derivate-Blase früher oder später platzen wird. Diese Derivate-Blase wird durch unendliches Drucken von Papiergeld nur noch weiter aufgeblasen. Es bedarf nur eines feinen Nadelstichs (was immer auch das sein mag) und das ganze weltweite Finanzsystem, das lediglich auf Papiergeld aufgebaut ist, löst sich in kürzester Zeit in Luft auf.

Wie ein Crash-Szenario aussehen könnte, weiß heute niemand. Zunächst aber werden die hochverschuldeten Staaten versuchen, ihre wohlhabenden Bürger auszupressen, um die Staatsschulden zu sanieren. Maßnahmen dieser Art werden den Staatsbankrott allerdings nur hinauszögern.

“Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.” (Carl Fürstenberg, deutscher Bankier)

So war es schon immer und so wird es bei den kommenden Staatspleiten auch sein. Wenn die Staatsschulden verschwinden, verschwindet auch das Geldguthaben.

“Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null.” (Voltaire)

Voltaire war ein kluger Mann und hatte dies schon vor etwa 300 Jahren erkannt. Unsere Politiker und viele hochrangige Ökonomen verfügen anscheinend über den IQ einer Konservendose hinsichtlich des Papierfalschgeldsystems.

Manipulation der Finanzmärkte durch das PPT

Seit über 20 Jahren werden die weltweiten Finanzmärkte durch das PPT manipuliert. Nicht nur Aktien oder Anleihen, sondern alle Produkte, die an den Finanzmärkten gehandelt werden. So auch Gold und Silber. Diese Edelmetalle sind die ältesten Währungen der Welt und stehen in Konkurrenz zu ungedecktem Papiergeld. Den Machthabern dieses ungedeckten Papiergeldes, insbesondere den Rothschild-Banken, ist jedes Mittel Recht, dieses Papiergeldsystem möglichst lange aufrecht zu erhalten. Dafür haben sie die machtgierigen Politiker zu ihren Marionetten gemacht und das PPT installiert.

Fazit

Der FED und der EZB bleibt gar nichts anderes übrig, als weiterhin Geld ohne Ende zu drucken und die Zinsen nahezu Null aufrecht zu erhalten. Allein schon wegen der gewaltigen Staatsverschuldungen ist diese Strategie „alternativlos“. Steigen nämlich die Zinsen, steigen gleichzeitig die Staatsschulden in ungeahnte Höhen. Die Folge wäre die Beschleunigung von Staatsbankrotten.

Was die Verbrecher der Notenbanken veranstalten ist nichts anderes als die Verabreichung von Placebos, um die Bevölkerung nicht in Aufruhr zu versetzen. Noch wirken diese Placebos.

Seit gut 10 Jahren, als die Geldmengenausweitung und die Staatsverschuldungen drastisch zunahmen, hat sich der Goldpreis mehr als vervierfacht. Der Euro wurde mit Beginn des Jahres 2002 als offizielles „Zwangs“zahlungsmittel eingeführt. Von da an gab es für den Goldpreis nur eine Entwicklung: Richtung Norden!

Spekulationen, ob diesbezüglich gewisse Zusammenhänge bestehen, überlasse ich gerne den Lesern.

Über die Goldrallye streiten sich die Gelehrten. Die einen sprechen schon seit einiger Zeit von einer Blase, die anderen sehen noch weitaus höhere Goldpreise. So z. B. der Rohstoffexperte Eckart Keil von der Premium Pearls Fund AG. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir kurzfristig eine kleine Korrektur bekommen, mittelfristig und langfristig können wir aber davon ausgehen, dass wir weit höhere Preise sehen als heute.“ „In zwei bis drei Jahren können wir davon ausgehen, dass wir einen Goldpreis von dreitausend US-Dollar und mehr sehen“.

Bei Silber ist er ähnlich optimistisch und könnte sich in den kommenden 3 Jahren einen Preis von „siebzig bis hundert US-Dollar je Unze“ vorstellen (Quelle). Vor dem Hintergrund, dass Silber immer mehr industrielle Verwendung findet, scheint diese Prognose durchaus realistisch zu sein. „Das Silver Institute geht davon aus, dass die industrielle Verwendung von Silber bis 2015 auf 665,9 Millionen Unzen pro Jahr steigen wird, was 60% der jährlichen Gesamtnachfrage entspricht“ (Quelle). Silber findet nicht nur in der Industrie immer mehr Anwendung, sondern ist auch das bessere Geld.

Caesar Bryan ist sogar der Meinung, dass der Goldpreis mit Leichtigkeit weitere 1.900 Dollar zulegen könnte.

„Gold kann sich von hier aus bequem verdoppeln.” „Die Bilanzen der großen Notenbanken sind in den letzten Jahren von knapp über 2 Billionen Dollar auf fast 10 Billionen angewachsen. Wir sprechen hier von der Fed, der EZB, der BoE und der BoJ.”

“Der Goldpreis hat noch nicht einmal mit dem Anstieg in den Bilanzen der Zentralbanken mitgehalten. Es ist also keine Frage, dass Gold heute unterbewertet ist. Da diese Zentralbanken ihre Bilanzen weiter expandieren, ist das Aufwärtspotenzial für Gold sehr signifikant.“

Weitere Aussagen von Caesar Bryan zu seiner Verdoppelungstheorie von Gold sind hier zu finden.

Wie dem auch sei, zu Gold und Silber finden sich die unterschiedlichsten Meinungen. Nicht wenige Ökonomen oder Papiergeldbefürworter bezeichnen Gold als „totes Kapital“, das keine Zinsen und keine Rendite, wie beispielsweise Aktien abwirft. Dieses Argument ist durch nichts zu widerlegen.

Bei den derzeitigen „fast Null Zinsen“ ist eine jährliche Dividendenrendite bei Aktien von ca. 3-5 Prozent sicherlich eine gute Performance. Im Gegensatz zu der Preisentwicklung von Gold und Silber in den letzen 10 Jahren sind diese Dividendenrenditen lediglich ein Fliegenschiss. Der Goldpreis hat sich während dieser Zeit mehr als vervierfacht und der Silberpreis in etwa verzehnfacht. Sollte das Papiergeldsystem implodieren, und davon ist auszugehen, sind die Gold- und Silberpreise nur schwer zu prognostizieren.

Wo die Gold- und Silberpreise noch hingehen, weiß niemand. Allein schon wegen der weiter steigenden Staatsverschuldungen gibt es aber mittel- bis langfristig letztendlich nur eine Richtung – nach oben.

„Man wäre dumm, jetzt nicht in Gold zu investieren“, so Scott Minerd im Interview mit dem Handelsblatt. Auf die Frage, wie die Notenbanken einer Inflation gegensteuern könnten, antwortete er:

„Die Fed zum Beispiel könnte hingehen und ihre Assets dramatisch wertvoller machen, indem sie den Goldpreis nach oben zieht. Würde sie etwa den Goldpreis bei 10.000 Dollar je Unze festlegen, dann wäre das Gold in den Kellern der Fed wertvoll genug, um jeden im Umlauf befindlichen Dollar zu decken.“

Zur Zukunft der desaströsen Staatsfinanzen äußert sich Prof. Guido Hülsmann im Interview mit misesinfo folgendermaßen:

„Infolge seiner zerrütteten Finanzlage wird sich der entfesselte Staat immer rücksichtsloser aus dem Vermögen seiner Bürger bedienen. Er wird sich zunächst auf die Verwalter von Finanzvermögen (Versicherungen und Investitionsfonds) stürzen und früher oder später auch den Immobilienbesitz ins Auge nehmen. Gleichzeitig wird er versuchen, seine Ausgaben dort zu kürzen, wo es den geringsten politischen Widerstand gibt (Rentenkasse und Krankenversicherung). Wenn das alles nicht mehr reicht oder wenn es zuviel Widerstand gibt, wird die Notenpresse noch stärker angekurbelt. Am Ende steht dann entweder eine Hyperinflation oder eine Währungsreform.“

Wie die Gold- und Silberpreise auf Hyperinflation oder einer Währungsreform reagieren, ist nicht schwer zu erraten. Die besten Helfer für steigende Gold- und Silberpreise sind die Befehlsempfänger von Goldman Sachs, Ben Bernanke und Mario Draghi, sowie unsere dümmlichen geldverschwenderischen Politiker.

Beim Kauf von Gold und Silber geht es nicht darum reich zu werden, sondern um sich vor Inflation zu schützen und um sich seine Kaufkraft zu erhalten.

Gold hat seine Kaufkraft noch immer behalten!

Abschließend hier noch eine aktuelle Studie von Mack & Weise zum Thema Gold.

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Copyright © Dieter Sordon

Internet: www.krisenfrei.de

Kontakt-Mail: info@krisenfrei.de

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08. Oktober 2012

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